
Donnerstag, 16. Juli, 14 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Oliver Schwabe
Eintritt frei
„Männer in Autos – Fahren“
Richard Andreas Finger (Regie & Buch), Elisabeth Caic (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2025, 9 Min., Deutsch mit engl. UT
Mitten in der Nacht zwingt eine rote Ampel zwei alte Freunde dazu, das zu besprechen, was sie den ganzen Abend über vermieden haben.
„Tannenstraße 10“
Sarah Kramer (Regie & Buch)
Essay, 2026, 30 Min., Deutsch, Englisch mit engl. UT
Die Filmemacherin kehrt in die Straße zurück, in der sie aufgewachsen ist, und erzählt von den Freundschaften, die dort entstanden, aber auch verloren gegangen sind. In der Tannenstraße 10, direkt gegenüber ihrem Elternhaus, befand sich in den 1990er Jahren eine Unterkunft für Geflüchtete. Sarah Kramer verbindet alte Videoaufnahmen, die teilweise von ihr selbst gedreht wurden, mit neuen Begegnungen und Gesprächen mit den Menschen von damals.
„Demontage“
Leonard Mann (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2026, 30 Min., Deutsch
Am Stadtrand von Lüdenscheid führt Sandra die Autoverwertung ihres Vaters weiter. Es ist ein Ort, an dem nicht nur ausrangierte Fahrzeugteile neue Besitzer finden, sondern auch Menschen Arbeit, Struktur und Halt. Ihre Mitarbeiter Holger, Markus und Kevin, die auf dem regulären Arbeitsmarkt kaum Chancen hätten, bilden gemeinsam mit Sandra eine kleine Utopie. Doch eine zunehmende Eskalation äußerer Einflüsse droht dieses fragile Gefüge zu zerstören.
„Wir müssen reden“
Fabian Maria Schumbrutzki (Regie & Buch), Christopher Todd (Bildgestaltung) und Jasmina Sonja Bartl (Produktion)
Spielfilm, 2025, 12 Min., Deutsch mit engl. UT
Der Kosmos von DJ Fischer an einem Nachmittag in Köln: Er spielt einen Touristen auf der Domplatte, spricht über den Führerbunker, trifft seine Schwester zum Essen. Er redet, manchmal lange, manchmal mit jemandem. Fischers Wahn spiegelt kollektive Erinnerung. 2025: Deutschland in seinen zwanziger Jahren.

Donnerstag, 16. Juli 2026, 16 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Philip Scheffner
Eintritt frei
„Gestures of belonging“
Inna Lipovets (Regie & Buch)
Experimentalfilm, 2026, 7 Min., Englisch mit engl. UT
Ein experimenteller Tanzfilm über Erinnerung, Heimat(en) und innere/äußere Figuren von Elders, Kreaturen und sacredmonsters, die in der tiefen Zeit leben und alternative Wege des Miteinanders und der Koexistenz aufzeigen. Die Recherche und der Dreh fanden in den ökologisch sensiblen Landschaften von Arran (Schottland) und Okinawa (Japan) statt.
„Gorndorf, Texas“
Riccardo Dejan Jurković und Josefine Rauch (Regie & Buch), Dokumentarfilm, 2025, 15 Min., ohne Dialog
In einer thüringischen Kleinstadt, fernab der Prärien der USA, verfolgen zwei Wildwest-Enthusiasten ihren eigenen amerikanischen Traum. „Gorndorf, Texas“ entführt in eine Welt der nostalgischen Romantisierung des Wilden Westens, die in den neuen Bundesländern seit der DDR-Zeit fortlebt. In einer von sozialistischer Kultur geprägten Landschaft suchten viele Menschen in Indianistikklubs und auf Westernfesten eine Flucht aus ihrer Realität. Der Film zeigt, wie diese idealisierte Vorstellung von Weite und Freiheit das Leben der heutigen Generation weiterhin prägt und als Ausflucht aus der tristen Gegenwart dient.
„Das Außen, die Nacht“
Jakob Heimann (Idee & Realisation)
Experimentalfilm, 2026, 13 Min., Deutsch, Mandarin mit engl. UT
„Das Außen, die Nacht” ist ein experimenteller Film auf der Suche nach den Ursprungspunkten von Vorstellungskraft und Inspiration. Motive und Klänge lösen sich los, werden eigenständig und begeben sich auf diese Suche. Sie verschwinden und erscheinen wieder, sie wachsen und schrumpfen. In drei kurzen Narrativen, die alle einen gemeinsamen Refrain teilen, versucht sich der Film dem orphischen Moment der Inspiration zu nähern.
„Und in welcher Klasse bist du?“
Justin Merkens (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 28 Min., Deutsch mit engl. UT
Der 20-jährige Tobias zieht sich von der Außenwelt zurück und ignoriert selbst die Nachrichten seines Kindheitsfreundes Alex. Über sein Problem mag er nicht sprechen. Als er auf Alex’ Geburtstagsfeier dessen erfolgreichen Studienkollegen begegnet, wird er mit der Diskrepanz ihrer Lebensrealitäten konfrontiert. Die Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt, als Tobias’ aufgestauter Frust im Alkoholrausch herausbricht.

Donnerstag, 16. Juli 2026, 18 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Nanouk Leopold
Eintritt frei
„0.0D (Diopter Zero)“
canvaswan (Idee & Realisation)
Experimentalfilm, 2026, 5 Min., ohne Dialog
Der Film ist von einer wiederkehrenden Kindheitserinnerung inspiriert, die durch zeitgenössische digitale Ästhetiken wie Liminal Space und Dreamcore neu lesbar wird. Als Kind musste ich regelmäßig Sehtests absolvieren und entwickelte eine eigentümliche Faszination für die Art und Weise, wie mein Blick und meine Aufmerksamkeit durch medizinisch-technologische Apparate sowie durch die Struktur des Testbildes selbst gelenkt wurden: eine visuelle Erfahrung, die viele Menschen mit Sehschwäche teilen, wenn sie in einen Autorefraktometer blicken.
Dieser Film enthält Flacker- und Stroboskopeffekte.
„Hang am Baum“
Lucas Dülligen (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2024, 13 Min., ohne Dialog
Ein apokalyptischer Klang dröhnender Maschinen dringt unaufhörlich in die Lebensräume von Mensch und Natur vor. Karge Landschaften und verlassene Dörfer verharren in hypnotischer Unruhe. Ein selbstzerstörerisches System trifft auf Widerstand.
„Nicht warm, sondern April“
Fabian Martin Anger (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 8 Min., Deutsch mit engl. UT
Frühling im niederösterreichischen Alpenvorland. Doch etwas stimmt nicht diesen April...
„ميراثُ الموؤدة | the legacy of female infanticide“
Berzan Gerşê (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2025, 27 Min., Arabisch mit engl. UT
Eine Reise nach Kairo, Ägypten, doch wir sehen nur die Oberfläche des herabstürzenden Nils. Und viele Geschichten über eine pulsierende Stadt, Ehre, Frauenrechte, eindringliche Erinnerungen und Feminismus.

Donnerstag, 16. Juli 2026, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Moderation: Prof. Pia Marais
Eintritt frei
„Garden of Edie“
Miri Klischat (Regie & Buch), Lisa Bülow (Bildgestaltung)
Dokumentarfilm, 2026, 20 Min., Englisch mit engl. UT
Wenn klein Edie erwachsen ist, möchte sie Autorin werden. Zwanzig Jahre später schreibt die katholisch aufgewachsene Edie Montana einen Brief an ihr junges Ich und erzählt ihr, wie sie sich ihren Traum erfüllt hat, in dem sie neben ihrer aktivistischen Kunst auch als Sexarbeiterin arbeitet, um genug Zeit zum Schreiben zu haben. Doch dafür musste sie sich erst von den düsteren Stimmen in ihrem Kopf befreien.
„Acupuncture“
Weihao Han (Idee & Realisation)
Animation, 2026, 7 Min., ohne Dialog
In einem verlorenen Wald wird eine Person, die von einem bestimmten Ziel getrieben wird, aber unfähig ist zu handeln, durch Akupunktur ständig ihrem Ziel näher gebracht, während sie zugleich scheinbar an den Rand der Selbstzerstörung gedrängt wird.
„Beneath the Night“
Maximilian Karakatsanis (Regie & Buch), Jeff Schaul (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2026, 14 Min., Deutsch mit engl. UT
Ein U-Bahn-Fahrer mit bunten Haaren ist plötzlich auf den Werbeplakaten der örtlichen Verkehrsbetriebe zu sehen. Sichtbares und Verborgenes verschwimmen.
„Offenes Spiel“
Justus Hanfland und Rasoul Mohammadi Koussehabad (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2025, 7 Min., Deutsch mit engl. UT
Amir floh aus Afghanistan nach Deutschland. Er ist Schachspieler. Im Leben spielt das Glück eine Rolle, aber nicht beim Schach, sagt er. Eine filmische Schachpartie in drei Phasen.
„Vang:Mận – Wine:Plum“
Nano Nguyen (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 28 Min., Vietnamesisch mit engl. UT
Der Geist von Wine:Plum beschäftigt sich mit dem Thema der menschlichen Liebe und begleitet dabei Trung, der nach der Trennung von seiner Geliebten jeden Tag 40 Minuten lang vor ihrer Wohnung wartet, in der Hoffnung, dass das Schicksal sie wieder zusammenführt. Doch das Schicksal nimmt viele Formen an.