Prof. Karin Michalski

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Vertretungsprofessorin für Kunst- und Medienwissenschaften / Gender
+49 221 20189-322
k.michalski@khm.de

Karin Michalski, geb. 1966 in Frankfurt/Main, studierte Publizistik, Politik- und Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der FU Berlin sowie Filmregie und –produktion (Diplom) an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) mit einem Schwerpunkt auf experimentellen dokumentarischen Filmformaten.

Sie war mit ihren Film- und Videoarbeiten an zahlreichen internationalen Ausstellungen und Festivals beteiligt u.a. beim Badischen Kunstverein, Karlsruhe, Lewisham Arthouse, London, NGBK, Berlin, Tallinn Art Hall, Centre for Contemporary Arts, Glasgow, bei MIX, New York Queer Experimental Film Festival, bei Counterparts, Göteborg, bei den International Women’s Film Festivals in Seoul, Taipei City, Istanbul und Ankara, beim Arts & Affects Festival in Freiburg und beim Alchemy Film and Moving Image Festival, Hawick.

Sie arbeitet zudem als Film- und Videokunstkuratorin für Kunstinstitutionen, Festivals und Konferenzen, z.B. im Künstlerhaus Bethanien zur Ausstellung normal love (Berlin 2006), bei der Queer Art Konferenz freaky im Ballhaus Naunynstraße (Berlin 2009), bei der 54. Biennale di Venezia im Swiss Off-Site Pavilion (2011), bei der Konference Queer Again? Power, Politics and Ethics an der Humboldt-Universität zu Berlin (2010), am Centre d'art contemporain Genève (2010) mit Reports against Normality und an der Ruhr-Universität Bochum (2012) mit [Affective Turns]: The Alphabet of Feeling Bad und AIDS. Aktivismus. Videokunst nach 1989 in Kollaboration mit Todd Sekuler (2014).  


Als Dozentin arbeitete sie bisher an verschiedenen Universitäten (u.a. in Hamburg, Köln, Klagenfurt) und Film- und Kunsthochschulen (u.a. in München, Berlin, Wien, Zürich, Bern) sowie bei Filmfestivals und für Kunst- und Filminstitutionen (u.a. in San Francisco und Berlin).   Ihre Forschung und Lehre bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Theorie, Kunst und Aktivismus. Hierbei geht es ihr zum einen darum, mithilfe von innovativen Formaten einen wissenschafts- und kunstkritischen Blick zu entwickeln und mit aktuellen politischen Fragestellungen in Kontakt zu bringen und vor allem Zugänge zu schaffen, die einen Dialog zwischen den verschiedenen Disziplinen ermöglichen. Beispiele hierfür aus ihren eigenen Projekten sind das Kunstvideo The Alphabet of Feeling Bad, gemeinsam entwickelt mit Ann Cvetkovich (Professor of English, University of Texas at Austin), das Ausstellungsprojekt An Unhappy Archive (Kollaboration mit Sabian Baumann, Zürich), und das kollaborative Buchprojekt I is for Impasse.  Ein besonderes Interesse stellt für sie das Potential gegenseitiger Wechselwirkungen dar: Wie können z.B. post- und dekoloniale sowie queere Theorieansätze die Arbeit von Künstler_innen inspirieren? Bzw. wie können künstlerische Produktionen auf eine wissenschaftliche und auch politische Praxis zurückwirken? Aktuelle Schwerpunkte sind: Affekttheorien, Postmemory und Erinnerungskulturen (siehe auch das Symposium House of Memories, Glasmoog 2017 und das Screening von Chantal Akermans No Home Movie, KHM, 2016), queere und antirassistische Prostestbewegungen, sowie Video- und Performancekunst.  


Publikationen:  

An Unhappy Archive, artist's edition, Sabian Baumann & Karin Michalski, Edition Fink, Zürich, 2016 mit Beiträgen von Sara Ahmed, Ann Cvetkovich, Nicole Eisenman, LaToya Ruby Frazier, Feel Tank Chicago, Gillian Wearing


I is for Impasse – Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst, bbooks, 2015, Hrsg. mit Käthe von Bose, Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Pat Treusch


FEELING BAD – queer pleasures, art & politics, fanzine, 2011 (Hg.)




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