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| Typ | Anfang | Ende | Tag | Turnus | von-bis | Ort |
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| 25.01.27 | 29.01.27 | Einmalig | 11:00 - 16:00 | wird noch bekannt gegeben |
| Typ | |
| Anfang | 25.01.27 |
| Ende | 29.01.27 |
| Tag | |
| Turnus | Einmalig |
| von-bis | 11:00 - 16:00 |
| Ort | wird noch bekannt gegeben |
In Kooperation mit Dr. Guido Arnold vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS).
Technologie ist nicht neutral, sie steht in einem engen Wechselverhältnis zur Gesellschaft, die diese hervorbringt. Der reine Werkzeugcharakter erzählt zu wenig über die Machtverhältnisse und die techno-sozialen Implikationen von Technologie: wie technische Systeme Macht bündeln, Subjekte form(alis)ieren und Gewaltverhältnisse stabilisieren – und zwar nicht erst in der Nutzung, sondern bereits in Design und Entwicklung. Mittels Social Media beispielsweise, werden in ihrer Kehrseite Menschen algorithmisch erfasst, ihr Verhalten analysiert und zu datafizierten Zielobjekten – sei es zur gezielten Werbeschaltung (Ad Targeting), Verhaltens- und Einstellungsbeeinflussung oder als Big Data zum gezielten Töten (Targeted Killing) im Data-Driven Warfare.
Diese Technologien – ähnlich wie atomare Hochrisikotechnologien – erfordern nicht nur zentralisierte Infrastrukturen, proprietäre Datenmacht und eine enge Verzahnung von Staat, Militär und Konzernen, sie fördern auch autoritäre Strukturen und ausnahmerechtliche Regierungsformen. Andere Medien und Technologien erlauben hingegen flexiblere Gesellschaftsstrukturen und können sogar solidarische bis gemeinwohlorientierte Prozesse befördern. Sie setzen sich jedoch nur schwer durch – unter anderem, weil sie der Logik konzentrierter Daten- und Befehlsmacht zuwiderlaufen.
Die technisierten Erfassungssysteme des Nationalsozialismus – etwa die statistische Registrierung und Kategorisierung mittels Lochkartensystemen – zeigen im Nachhinein, wie datengetriebene Praktiken Macht ausübten und Ausschlüsse, Gewaltausübung sowie Rechtsbrüche bis hin zur systematischen Ermordung ermöglichten. Die Erfassung, Deportation, Lagerverwaltung und Vernichtung „unwerten Lebens” wäre ohne die damals neue Technologie des US- Konzerns IBM in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen.
Im Seminar soll reflektiert werden, welche strukturellen Prinzipien solcher Systeme in heutigen Technologien der „künstlichen Intelligenz” fortwirken und wie wir diesen durch zivilgesellschaftliches Engagement entgegenwirken können. Denn so wie IBM im Dritten Reich exemplarisch für das Ineinandergreifen von Dateninfrastruktur, staatlicher Macht und biopolitischer Kontrolle stand, so agieren heute Big Tech Monopole wie Amazon, Google, Meta und Co. als tragende Säulen der technischen Möglichkeit, Bevölkerung algorithmisch zu erfassen, zu klassifizieren und zum Ziel zu machen.
Karin Cordes
Juliane Schwibbert
Claudia Warnecke
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Wintersemester 2026/27
Vorlesungszeit:
12.10.2026 bis 05.02.2027
Winterpause:
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Sommersemester 2027
Vorlesungszeit:
12.04.2027 bis 23.07.2027