| Typ | Anfang | Ende | Tag | Turnus | von-bis | Ort |
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| 22.10.26 | 21.01.27 | Donnerstag | Wöchentlich | 14:00 - 17:00 | Heumarkt 14, Multispecies Studio |
| Typ | |
| Anfang | 22.10.26 |
| Ende | 21.01.27 |
| Tag | Donnerstag |
| Turnus | Wöchentlich |
| von-bis | 14:00 - 17:00 |
| Ort | Heumarkt 14, Multispecies Studio |
To take the world as the starting point and the horizon of ecology is, in essence, to approach the ecological crisis with the following questions: how can a world be made on Earth between humans and with non-humans? How can a world-ship be built in the face of the tempest? (Ferdinand 2022, 20)
Anthropozentrismus als Gedankenmodell ist verbunden mit der Vorstellung menschlicher Vorherrschaft über alles Mehr-als-Menschliche; er gilt für viele Forscher*innen auch als die gedankliche Vorlage für weiße Vorherrschaft. Koloniale Ausbeutung zerstörte die Lebensgrundlagen, Beziehungen und das Wissen von menschlichen ebenso wie von mehr-als-menschlichen Akteur*innen. Die Verschleppung über Kontinente hinweg in Schiffen, Käfigen, oder Wardschen Kästen, die Kolonisierung von Lebensräumen, sowie die Plantagenökonomie hatten enorme ökologische Auswirkungen, die anhaltenden ökologischen Folgen sind immens. Die Kolonialen „Sammlungen“ – Naturkundemuseen, Botanische Gärten und Zoos zeugen von der Sammelwut der Zeit.
Doch wie können wir vermeiden, die Opfer zu trivialisieren und zu essentialisieren, wenn wir über beides sprechen – die Unterdrückung von Menschen und von Tieren, fragt die Black Studies Forscherin und Professorin für Africanamerican and African Studies Bénédicte Boisseron. Eine Kritik, die sie formuliert ist, dass oft von generischen Gruppen gesprochen wird, ohne Rücksicht auf ihre Besonderheiten als Spezies oder als Individuen. In diesem Seminar fragen wir, wie wir die Geschichten kolonialer Tiere und Pflanzen anders erzählen können, als es beispielsweise das Museumsnarrativ vorgibt – nicht als Exemplare einer Spezies, sondern als Individuen mit Agency. Wir lesen gemeinsam Texte, diskutieren künstlerische Arbeiten und erkunden die Möglichkeiten von Interspezies-Allianzen. In den Kolloquien möchten wir gemeinsam Projekte entwickeln und vorstellen. Im Sommersemester 2027 ist eine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Seminar in Kooperation mit der Kuratorin Anne Hölck im Meinblau Projektraum Berlin geplant.
Gäst*innen: NN
Exkursionen:
Museum für Naturkunde Berlin
Literatur:
Anderson, Virginia DeJohn. Creatures of Empire: How Domestic Animals Transformed Early America. Oxford University Press, 2006.
Baratay, Éric, Élisabeth Hardouin-Fugier, und Éric Baratay. Zoo: von der Menagerie zum Tierpark. Wagenbach, 2000.
Boisseron, Bénédicte. Afro-dog: blackness and the animal question. Columbia University Press, 2018.
Ferdinand, Malcom. A Decolonial Ecology: Thinking from the Caribbean World. Übersetzt von Paul Anthony Smith. Critical South. Polity Press, 2022.
Gumbs, Alexis Pauline. Undrowned: black feminist lessons from marine mammals. Emergent strategy series. AK Press, 2020.
Haris, Susan. „Subalterns in the House: Sites for a Postcolonial Multispecies Ethnography“. Ecozon@: European Journal of Literature, Culture and Environment 13, Nr. 2 (2022): 6–25. https://doi.org/10.37536/ECOZONA.2022.13.2.4736.
Kaiser, Katja, Ina Heumann, und Eran Wolff, Hrsg. Umgang mit kolonialen Objekten der Naturkunde: Empfehlungen, Forschung, Reflexionen. ART-Books. Sandstein Kultur, 2026. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1749.
Ko, Aph. Racism as zoological witchcraft: a guide for getting out. Lantern Books, 2019.
Ko, Aph, und Syl Ko. Aphro-Ism: Essays on Pop Culture, Feminism, and Black Veganism from Two Sisters. Lantern Publishing & Media, 2020.
Ullrich, Jessica, Hrsg. De-Koloniale Tiere. Tierstudien, 29 (2026). Neofelis, 2026.
Wadiwel, Dinesh Joseph. The war against animals. Volume 3. Brill, 2015.
Yusoff, Kathryn. A Billion Black Anthropocenes or None. Forerunners Ideas First from the University of Minnesota Press. University of Minnesota Press, 2018.
Karin Cordes
Juliane Schwibbert
Claudia Warnecke
Heumarkt 14, 50667 Köln
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Öffnungszeiten:
Montag + Dienstag von 10 - 13 Donnerstag von 10 - 16 Uhr
Anfragen oder Termine sind auch telefonisch, Mo - Do 9:30 bis 13:00 Uhr, möglich oder per E-Mail
Wintersemester 2026/27
Vorlesungszeit:
12.10.2026 bis 05.02.2027
Winterpause:
21.12.2026 bis 01.01.2027
Sommersemester 2027
Vorlesungszeit:
12.04.2027 bis 23.07.2027