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Afghanistan – Women's Voices

Still aus „A Thousand Girls Like Me"

Die Regisseurinnen Rokhsareh Ghaem Maghami, Sahraa Karimi und Sahra Mani sind auf Einladung des Filmnetzwerk LaDOC und des Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln zu Gast im Kölner Filmhaus.

Sonntag, 5. Dezember 2021, 10 bis 18 Uhr
Filmhauskino
Maybachstr. 111, 50670 Köln
Tagesticket (Filme, Vortrag, Mittagessen und Snack): 20.- € / ermäßigt 16.- € Anmeldung unter: info@ladoc.de

Anlässlich der dramatischen Lage in Afghanistan haben das Kölner Filmnetzwerk LaDOC und das Internationale Frauen Film Festival Dortmund + Köln die Filmemacherinnen Rokhsareh Ghaem Maghami, Sahraa Karimi und Sahra Mani zu einer Film- & Diskussionsveranstaltung ins Filmhaus Köln eingeladen.

Die Regisseurinnen werden anhand der beiden Dokumentarfilme "Sonita" und 
"A Thousand Girls Like Me" im Dialog mit Filmemacher*innen aus Deutschland über ihre Filme und ihre Arbeitssituation sprechen.
Ein Impulsvortrag von Sahraa Karimi gibt darüber hinaus Einblick in das filmische Schaffen von Frauen in Afghanistan mit Fokus auf die besonderen Bedingungen dort. Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit Publikum und den Gästen statt.


Die KHM hat sich der Initiative von LaDOC angeschlossen und lädt als Kooperationspartnerin der Veranstaltung Sahraa Karimi und Sahra Mani am Montag, 6. Dezember, in das Dokumentarfilmseminar in die Aula der KHM ein. Interessierte Studierende und Kolleg*innen melden sich bitte bei Solveig Klaßen (sklassen@khm.de).

Das Programm
Sonntag, 5. Dezember 2021, 10 bis 18 Uhr


10 Uhr Begrüßung

10:15 Uhr
"Sonita" von Rokhsareh Ghaem Maghami, Iran/Deutschland/Schweiz 2015, 91 Min.
Englisch/Farsi mit dt. Untertiteln

In ihrem international gefeierten Dokumentarfilm erzählt Maghami die Geschichte der 19-jährigen Rapperin Sonita. Sie stammt aus Afghanistan und lebt als illegale Migrantin im Iran – ohne Rechte, offizielle Schulbildung und Papiere. Doch Sonita hat Talent: Als erste afghanische Rapperin erzählt sie ihre Geschichte, die kein Einzelfall ist. So hofft sie, dem Vorhaben ihrer Familie zu entkommen: Diese plant, sie für 9.000 $ an einen unbekannten Ehemann zu verkaufen, damit Sonitas Bruder heiraten kann. Nun muss sich auch die Filmemacherin entscheiden: Bleibt sie neutrale Beobachterin oder greift sie ein?

Im Anschluss
Filmgespräch mit Rokhsareh Ghaem Maghami

12:45 Uhr
"A Thousand Girls Like Me" von Sahra Mani
Afghanistan 2018, 80 Min.

Regisseurin Sahra Mani begleitete in ihrem Dokumentarfilm 
"A Thousand Girls Like Me" den mutigen Weg einer jungen Frau im Kampf für ein besseres Leben. 2009 wurde in Afghanistan ein Gesetz zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen eingeführt. Es fand jedoch kaum Anwendung, unter anderem, weil die Opfer aus Scham und Angst schwiegen. Die junge Afghanin Khatera war die erste Frau, die auf offiziellem Wege Gerechtigkeit suchte, nachdem ihr Vater sie jahrelang missbrauchte. Nach mehreren ungewollten Schwangerschaften ging sie aus Verzweiflung an die Öffentlichkeit. In einer TV-Show erzählte sie ihre Geschichte, die in ihrem Umfeld nicht geglaubt oder wissentlich totgeschwiegen wurde.

Im Anschluss

Filmgespräch mit Sahra Mani

14:45 bis 15:45 Uhr Mittagessen


16 Uhr
WOMEN’S VOICES Keynote mit Filmbeispielen

Sahraa Karimi, Leiterin des Instituts Afghan Film, spricht über dokumentarische Arbeiten afghanischer Filmemacherinnen und die aktuelle Lage in Afghanistan. Sahraa Karimi war mitten in den Dreharbeiten zu ihrem zweiten Spielfilm, als die Taliban in Kabul einmarschierten. Im August 2021 gelang ihr die Flucht aus Kabul. Wie sie ihr filmisches Schaffen fortsetzen kann, was mit dem Filmerbe Afghanistans geschieht und wer künftig verlässliche Bilder zur Situation von Frauen in Afghanistan liefern wird, ist völlig offen.

17 bis 18 Uhr Gesprächsrunde
Publikumsgespräch mit Sahraa Karimi, Sahra Mani und Rokhsareh Ghaem Maghami
Moderation: Anke Schäfer (LaDOC) und Stefanie Görtz (IFFF Dortmund+Köln)

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.


Sonntag, 5. Dezember 2021, 10 bis 18 Uhr
Filmhauskino, Maybachstr. 111, 50670 Köln

Tagesticket inkl. Mittagessen und Snack:
20.- € / ermäßigt 16.- €
Anmeldung unter: info@ladoc.de


Alternativ ist auch eine Online-Teilnahme möglich:

bitte melden Sie sich 


Kontakt für Presseanfragen LaDOC:
Claudia Richarz info@ladoc.de

Rokhsareh Ghaem Maghami studierte Film (BA) und Animation (MA) an der Kunstuniversität Teheran. Sie forschte über Animation im Dokumentarfilm und veröffentlichte ihre Ergebnisse in dem Buch „Animated Documentary, a New Way to Express”. In ihren Dokumentarfilmen liegt der Fokus auf Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie nutzt hybride Formen und überschreitet so bewusst die Grenzen des konventionellen Dokumentarfilms. Darüber hinaus liegt ihr künstlerisches Interesse in der Außenseiterkunst, Dramatherapie und experimenteller Animation. Ihr Dokumentarfilm "Sonita" lief auf zahlreichen Filmfestivals und gewann u.a. den Großen Preis der Jury und den Publikumspreis auf dem Sundance Film Festival 2016.

Sahraa Karimi war mitten in den Dreharbeiten zu ihrem zweiten Spielfilm, als die Taliban in Kabul einmarschierten. Afghanistan Sahraa Karimi Sahraa Karimi ist die Präsidentin der afghanischen Filmorganisation Afghan Film und Regisseurin des bei den Filmfestspielen von Venedig für einen Preis nominierten Spielfilms "Hava, Maryam, Ayesha" (2019). Ihr Dokumentarfilm "Afghan Women behind the Wheel" (2009) gewann viele internationale Preise. Sahraa Karimi ist die einzige promovierte Filmwissenschaftlerin Afghanistans. Sie studierte Film an der slowakischen Film- und Fernsehakademie.

Sahra Mani ist Dokumentarfilmerin und Produzentin mit dem Fokus auf Menschenrechte und Gendergerechtigkeit. Sarah Mani wuchs als afghanische Geflüchtete mit ihrer Familie im Iran auf, studierte Dokumentarfilm an der Universität der Künste in London und erhielt ihren Master-Abschluss in Film. Sie ist Gründerin des Afghanistan Doc House und der Anahat Vision and Films Produktionsfirma. Sahra Manis Filme liefen auf vielen internationalen Filmfestivals und wurden von zahlreichen TV-Sendern ausgestrahlt. "A Thousand Girls Like Me" lief auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. Hot Docs, Sheffield, IDFA und gewann zahlreiche Preise.

Redaktion — Ute Dilger

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