
"Ich betrachte Kunst im allgemeinen als Ausformung von Gedanken in unterschiedlichen Materialien. Persönlich ziehe ich konzeptionelle Ansätze vor: mehr Gedanke, weniger Material."
Kochs Arbeiten wurden und werden auf verschiedensten Festivals und von unterschiedlichen Rundfunkanstalten im In- und Ausland präsentiert. 2007 war er Gastprofessor für Komposition und Experimental Soundpractices am California Institute of the Arts in Los Angeles, 2008 erhielt er einen Award of Distinction beim Prix Ars Electronica. Von 2012 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag für Hybrid Sound Computing und Extended Systems am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf. hans w. koch lebt in Köln.
An der KHM bietet hans w. koch im Sommersemester zwei Seminare an. Das erste „The sound of things“ untersucht
anhand der Interaktion der Welt der Dinge mit elektronisch erzeugtem
Klang die Frage: Wo, auf dem Weg von Sensordaten über Bits&Bytes bis
zur schwingenden Materie, spielt die Musik?
Das zweite Seminar „Must a Song always be a Song?“ widmet sich
den verschiedenen Erscheinungsformen von Song als einer der ältesten
Arten, Text und Klang zu organisieren, mit Natur und Göttern zu
kommunizieren, sich politisch zu äussern oder seine Gefühle
auszudrücken. Ausgehend von einem Essay des Komponisten Charles Ives, in
dem er für Songs die gleichen Rechte fordert wie für alle Bürger: "In
Frieden und Freiheit leben zu können, unbekümmert durch die Herrschaft
der Kehle", wird das Phänomen auch als Vehikel für künstlerische
Innovation untersucht.