Alle Termine

Logo
Logo Text

hans w. koch: Neuer Professor für Sound an der KHM

KHM
Foto: Rene Schäffer
Der Kölner Komponist und Soundkünstler ist neuer Professor für Sound und Leiter des Klanglabors an der KHM.
hans w. koch beschäftigt sich als Komponist und Soundkünstler am liebsten mit Offensichtlichem, aber mit Nichtnaheliegendem. Dies kann sich auf den Gebrauch von Haartrocknern als kybernetischen Maschinen wie die sehr wörtlich genommene Verwendungen von Laptops als Musikinstrumente beziehen.
Auch in der Arbeit mit klanglichem Material versucht er die Dinge beim Wort zu nehmen, wie z. B. in der Installation "circle of fifths", wo der virtuelle Tonraum des Quintenzirkels mittels 12 Lautsprechern in den realen Raum übersetzt wird.

"Ich betrachte Kunst im allgemeinen als Ausformung von Gedanken in unterschiedlichen Materialien. Persönlich ziehe ich konzeptionelle Ansätze vor: mehr Gedanke, weniger Material."


Kochs Arbeiten wurden und werden auf verschiedensten Festivals und von unterschiedlichen Rundfunkanstalten im In- und Ausland präsentiert. 2007 war er Gastprofessor für Komposition und Experimental Soundpractices am California Institute of the Arts in Los Angeles, 2008 erhielt er einen Award of Distinction beim Prix Ars Electronica. Von 2012 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag für Hybrid Sound Computing und Extended Systems am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf. hans w. koch lebt in Köln.


An der KHM bietet hans w. koch im Sommersemester zwei Seminare an. Das erste „The sound of things“ untersucht anhand der Interaktion der Welt der Dinge mit elektronisch erzeugtem Klang die Frage: Wo, auf dem Weg von Sensordaten über Bits&Bytes bis zur schwingenden Materie, spielt die Musik?

Das zweite Seminar „Must a Song always be a Song?“ widmet sich den verschiedenen Erscheinungsformen von Song als einer der ältesten Arten, Text und Klang zu organisieren, mit Natur und Göttern zu kommunizieren, sich politisch zu äussern oder seine Gefühle auszudrücken. Ausgehend von einem Essay des Komponisten Charles Ives, in dem er für Songs die gleichen Rechte fordert wie für alle Bürger: "In Frieden und Freiheit leben zu können, unbekümmert durch die Herrschaft der Kehle", wird das Phänomen auch als Vehikel für künstlerische Innovation untersucht.

Redaktion — Juliane Kuhn

Termine zu ähnlichen Themen

Bitte warten