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1. November 2008
19 bis 3 Uhr, Aula und andere Orte, Filzengraben 2
Stadtbahn-Haltestelle: Heumarkt

VVK und Abendkasse (auch an der KHM erhältlich): Euro 14,-
40 Museen - ein Ticket: Die Karten berechtigen zum Besuch aller beteiligten Museen, Institutionen und Veranstaltungsorte sowie zur Benutzung der Shuttlebusse.

Mehr Informationen zur Langen Nacht der Museen unter:
http://www.museumsnacht-koeln.de

Lange Nacht der Museen: Nonstopkino, accessspace-Interventionen und Laserprojekt an der KHM

KHM
01.11.08
20:00 - 04:00h
Aula + Ausstellungsraum
Zur langen Nacht der Mussen zeigt das KHM-Nonstopkino “Zukunftswelten” – eine Hommage an das Genre Science Fiction: Kurze Filme von Christina Ebelt, Marcus Overbeck, Henning Ricke, Manuel Schmitt, Studierende der Kunsthochschule für Medien Köln, präsentiert in einem legendären Kinokonzept: Nonstopkino mit fortlaufenden Vorführungen und durchgehendem Einlass. Holen Sie sich ein Getränk an der Bar und tauchen Sie ein in eine mögliche “Welt der Zukunft” oder lesen Sie in Benjamin Wilds Comicbuch über die waghalsigen Pläne der kommunistischen Raumfahrt und die Abenteuer des jungen Kosmonauten Pavel Pavlovski.

Im zukünftigen Ausstellungsraum der KHM präsentiert das Projekt “accessspace” mit den “Umbrella Pirates” und der “Tour/Tor” eigens für die Lange Nacht der Museen konzipierte Aktionen. Die Aktion “Umbrella Pirates” spielt mit Sichtbar- und Unsichtbarmachung, dem Verstecken und Vermitteln von Kunstwerken und ihren BetrachterInnen und der Umkehrung von Subjekt/Objektverhältnissen. Die Umbrella Pirates sind eine kleine Gruppe von Medienguerilleros die mit Überwachungs- und Streamingtechniken und ein paar Regenschirmen in das Kunstsystem eindringen und es hinterfragen.

Im Außenraum unternimmt Prof. Mischa Kuball mit dem Laserprojekt “Versuch einer Messung”  eine neue Sichtlenkung auf die Gebäude der KHM und ihrer Nachbarschaft. Es entsteht eine Art Raster oder Matrix für den Architekturmix dieser Straße.


“Zukunftswelten” – eine Hommage an das Genre Science Fiction. Kurze Filme und ein Comicbuch von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln zur langen Nacht der Museen:

“Die Regierungsmaßnahme” von Manuel Schmitt (2008, Spielfilm, Digibeta, 24 Min.)
Die Landmasse des gesamten Planeten ist zugebaut, Nahrungserzeugung findet in unterirdischen Gewächshäusern statt. Der Mensch kontrolliert sich selbst durch eine Unzahl von Tabletten und Hormonen. Und doch gibt es ein großes Problem: Die Aggression bahnt sich ihren Weg nach draußen als das einzig Natürliche, das dem Menschen noch geblieben ist.

“D-I-M Deus in Machina” von Henning Ricke (2007, Spielfilm, Digibeta, 29 Min.)
Lutz hat das Pech, am Ende des 21. Jahrhunderts zu leben. Für einen Träumer und altmodischen Filmfreak wie ihn ist in der mittlerweile völlig auf Effizienz fixierten Gesellschaft kein Platz. Er sieht keinen anderen Ausweg als die Flucht, doch wohin? Gemeinsam mit Ex-Revoluzzer Jannik, seinem einzigen Freund, entwickelt er einen waghalsigen Plan, das gesamte System auszutricksen. Er pokert hoch, denn Kriminelle erwartet ein grausames Schicksal und der Justizapparat arbeitet, wie alles andere, makellos ...

“Eintag” von Christina Ebelt (2006, Spielfilm, Digibeta, 9 Min.)
Die Satire „eintag“ macht einen kleinen Ausflug in die nahe Zukunft: Was geschieht, wenn der technische Fortschritt uns eine Geschwindigkeit ermöglicht, der wir selbst vielleicht gar nicht gewachsen sind? In dieser Welt treffen Marie und Lukas aufeinander. Noch an Ort und Stelle beschließen die frisch Verliebten, mit Kind und Kegel gemeinsam ein neues Leben zu beginnen. Wie können sie aber den Alltag überstehen, wenn nach zehn gemeinsamen Stunden trotz aller Anstrengungen und Versuchen plötzlich die Luft raus ist?

“Rosfeld” von Henning Ricke (2008, Spielfilm, Digibeta, 33 Min.): 1972 startet die NASA die Pioneer 10 Raumsonde. An Bord eine goldene Plakette mit einer Botschaft an mögliche außerirdische Intelligenzen. 36 Jahre später stellt sich in Rosfeld, einer kleinen Gemeinde am Niederrhein schlagartig die Welt auf den Kopf, als plötzlich über den Dächern des Dorfes ein unbekanntes Flugobjekt auftaucht. Bürgermeister Bergers große Stunde ist gekommen.

“2012” von Marcus Overbeck (2009, Trailer für einen Spielfilm, Digibeta, 15 Min.): Wir schreiben das Jahr 2012. Mit Hilfe eines RFID-Implantats im Unterarm sind die Menschen gläsern geworden. Alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens werden von dem Großkonzern AETAS kontrolliert. Gabriel, ein subordiniertes Mitglied von AETAS, gerät durch den Suizid seiner Großmutter in die unerbittlichen Mühlen eines Überwachungssystems, in dem sich die Grenzen zwischen Wahrnehmung und (inszenierter) Realität in einem Verwirrspiel auflösen …

“Die Abenteuer des Pavel Pavlovski” von Benjamin Wild (2008, Grafisches Comicbuch, 30 x 30 cm, 80 Seiten): 21. Juli 1969: Nach der erfolgreichen Mondlandung der Amerikaner herrscht Ausnahmezustand im Kreml. Um die Überlegenheit der kommunistischen Raumfahrt zu beweisen, entwickelt man einen waghalsigen Plan. Der junge Kosmonaut Pavel Pavlovski wird auserkoren, der erste Mensch zu sein, der auf dem Mars landen soll. Kurz nach dem Start verschwindet das Raumschiff von den Radarschirmen und Pavel trudelt ziellos durchs All. Nach Jahren stürzt das Raumschiff auf einem fremden Planeten ab. Und Pavel, der den Absturz überlebt, macht sich auf den Weg herauszufinden, was es mit diesem Licht auf sich hat, dass er jede Nacht am Horizont sieht.


Mischa Kuball, “Versuch einer Messung”, 2008: Ein Laserprojekt der KHM, Idee & Realisation: Urs Fries & Mischa Kuball.

Der Laser fungiert hier als öffentliche Maßnahme im doppelten Wortsinn: zum einen ein  veröffentlichtes Zahlenprotokoll, wobei hier der Lichtaustritt des Lasers als ein gedachter “Nullpunkt” für ein künstlerisches Koordinatensystem funktioniert; aber eben auch Maßnahme im Sinne einer Vermessung im urbanen Raum, die eine neue Sichtlenkung auf die Gebäude (der KHM und ihrer Nachbarschaft) des Filzengraben empfiehlt. Das tonlose Bewegen des Lichtkreuzes und seines Zahlenwerks suggeriert bautechnische Genauigkeit und bildet Orte der Navigation und städtischer Orientierung, bewegt sich aber scheinbar bewusst “neben” den so genannten Sichtachsen – so entsteht ein individuelles “Grid”, eine Art Matrix für den Architekturmix dieser Straße.

“A Fistful of Laser” ist eine künstlerisches Projekt von Sascha Blume – eine “drei Meter hohe Stele im Außenraum, deren Oberfläche aus asymmetrisch ineinander geschobenen Polygonen besteht, so dass sich der schwere Stahl in eine fluktuierende, kristalline Form auflöst. Eine Trennung des produktiven Prozesses vom Endprodukt ist bei dieser Skulptur unmöglich, denn sie leitet sich aus komplexen Transformationen zwischen physischer Materie und digitalem Datenmaterial ab. Zugleich ist die Stele die stationäre Basis für einen weißen Lichtlaser, der bei Dunkelheit für Projektionen auf die umliegenden Gebäude genutzt werden kann.” Die seit April 2008 installierte Laserskulptur ist darüber hinaus auch eine “Einladung an Künstlerinnen und Künstler, neue Projekte für die ephemere Lichtverzeichnung zu entwickeln. … In diesem Sinne realisiert sich auch 'A Fistful of Laser' erst mit der zukünftigen Nutzung, Fortführung und Fortschreibung. Es stellt eine Hardware zur Verfügung, über die Impulse in die öffentliche Kommunikation hineingegeben werden können. Vom Architekturrecycling bis hin zur freien Rede ist potentiell alles möglich. Die Form ist damit auch eine Spekulation über den Raum, der sich zwischen der geschlossenen Örtlichkeit des Bibliotheksgartens und den öffentlich sichtbaren Projektionsflächen auftut.” (aus einem Text von Stefanie Stallschus)
1. November 2008
19 bis 3 Uhr, Aula und andere Orte, Filzengraben 2
Stadtbahn-Haltestelle: Heumarkt

VVK und Abendkasse (auch an der KHM erhältlich): Euro 14,-
40 Museen - ein Ticket: Die Karten berechtigen zum Besuch aller beteiligten Museen, Institutionen und Veranstaltungsorte sowie zur Benutzung der Shuttlebusse.

Mehr Informationen zur Langen Nacht der Museen unter:
http://www.museumsnacht-koeln.de

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