Entstehungsjahr: 2026 Länge: 00:02:01 Kategorien: Film / TV / Video, Animation
Projektart: Seminarprojekt
HAAR (monie) zeigt eine Begegnung zwischen einem mit Haaren bedeckten Mädchen und einer verführerischen, fast feenhaften Hand. Obwohl sie sanft und verführerisch wirkt, begehrt die Hand nicht wirklich das Mädchen selbst; stattdessen fühlt sie sich von dem Welpenkostüm angezogen, das sie trägt – einer äußeren Hülle, auf die das Verlangen projiziert wird, durchdrungen von Niedlichkeit und vermeintlicher Verfügbarkeit. Als die Hand versucht, ihr den Welpen wegzunehmen, erkennt das Mädchen, dass sie nicht als Subjekt gesehen wird, sondern lediglich als Gefäß, das zum Objekt der Begierde führt. Als Reaktion darauf beginnt ihr Haar unkontrolliert zu wachsen und hüllt schließlich ihren Körper ein. Das Haar fungiert sowohl als Schutz als auch als Enthüllung, weist auf die intimsten und verletzlichsten Teile des Körpers hin und verkörpert einen widersprüchlichen Zustand der Sehnsucht nach Nähe bei gleichzeitiger Angst vor echter Berührung. Als das Haar schließlich den Abfluss hinuntergespült wird, bleibt keine Befreiung zurück, sondern Leere. HAAR (monie) konzentriert sich auf die Leere, die nach Intimität ohne Liebe oder Einwilligung zurückbleibt. Anstatt Verletzlichkeit zu leugnen, versucht das Werk, Raum für Zerbrechlichkeit und Unzulänglichkeit zu schaffen und Momente zuzulassen, in denen man nicht gewollt oder begehrt ist.
Mitarbeit:
Yeling Xi, Tim Große
Betreuung:
Dr. Tania de León Yong, Prof. Zilvinas Lilas
Autor/innen:
Tim Große
Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln
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