
Zum Tag des offenen Denkmals zeigt das Filmhaus Köln in Kooperation mit dem Filmbüro NW und der dokumentarfilminitiative zwei Kurzfilmprogramme. Teil der Programme sind auch zwei KHM-Filme.
Am Sonntag, den 13. September, zeigt das Filmhaus Köln zum Tag des offenen Denkmals zwei Kurzfilmprogramme für Familien um 16 und 17 Uhr. Teil des ersten Programms sind die beiden KHM-Filme „So ist das Leben und nicht anders.“ von Lenia Friedrich und „Crushers“ von Julian Wonn.
„So ist das Leben und nicht anders.“ ist Lenia Friedrichs Diplomfilm an der KHM und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2025 erhielt Lenia Friedrich den 1. Jurypreis im Deutschen Wettbewerb beim Kurzfilmfestival Köln (mehr) und den Tabakalera Award in der Sektion „Nest“ beim San Sebastián International Film Festival (mehr). „Crushers“ von Julian Wonn ist im Rahmen des Studiums an der KHM entstanden und lief in diesem Jahr unter anderem bereits beim Landshuter Kurzfimfestival und dem Pink Apple – Queer Film Festival Zürich.
Das heutige Filmhaus entstand zwischen 1891 und 1897 ursprünglich als Verwaltungsgebäude des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon und wurde 1997 zu einem Zentrum der Filmkultur umgebaut. Auch in diesem Jahr soll der Tag des offenen Denkmals genutzt werden, um Gegenwart und Vergangenheit des Orts zu beleuchten. Neben den Kurzfilmprogrammen bietet das Filmhaus Köln am 13. September auch Kurzberatungen für Filmschaffende sowie zwei Führungen in Kooperation mit der Historei an. Das gesamte Programm findet von 15 bis 19 Uhr statt.
„So ist das Leben und nicht anders.“ von Lenia Friedrich
D, 2024, 13 Min.
„So ist das Leben und nicht anders.“ ist eine hypnotische Erkundung der von Frau Miko im Laufe ihres langen, fast hundertjährigen Lebens bewohnten und verlorenen Räume. Ihre gehäuseartigen Erinnerungsgefüge haben sich mit denen von Lenia Friedrich überlagert, die im Inneren des gemeinsam bewohnten Hauses verträumt ihrem eigenen Alterungsprozess nachsinnt...
Die animierten Sequenzen dieses Films tasten sich durch Gedächtnisschichten, bringen Artefakte zum Vorschein, die dort gefunden werden können, aber auch die Hohlräume und Risse, die zurückbleiben, wenn Objekte, Erinnerungen oder Namen verschwinden. (Text: Aiden Vetter).
D, 2025, 8 Min.
Inmitten von Schlamm, Schweiß und Tackles entsteht ein Raum echter Gleichheit: „Crushers“ porträtiert ein inklusives Rugbyteam in Köln, in dem queere Identitäten nicht hinterfragt, sondern selbstverständlich gelebt werden. Der Film macht sichtbar, was oft übersehen wird: Echter Teamgeist wächst nur dort, wo niemand ausgegrenzt wird. Eine leise, aber entschlossene Hommage an Vielfalt und Zusammenhalt – und das zutiefst menschliche Bedürfnis, dazuzugehören.