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Vier neue Professorinnen an die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) berufen

Mit Prof. Dr. Isabell Lorey und Prof. Dr. Fatima Kastner kommen zwei renommierte Theoretikerinnen an die KHM, die den Bereich der Kunst- und Medienwissenschaften neu akzentuieren. Mit Melissa de Raaf und Barbara Köhler wird das Erzählen und Schreiben im Filmischen und im Literarischen profiliert besetzt.
Wiederbesetzt wurde die Professur für "Dramaturgie und Filmisches Erzählen" mit der Drehbuchautorin und Regisseurin Melissa de Raaf. Neu etabliert wurde die Professur für "Queer Studies in der Wissenschaft und den Künsten" – besetzt mit Prof. Dr. Isabell Lorey. Gleichfalls neu ist die Professur für "Globalisierungsdiskurse und digitale Transformation" – berufen wurde Prof. Dr. Fatima Kastner. Neu eingerichtet wurde die Gastprofessur für "Literarisches Schreiben mit dem Schwerpunkt Lyrik“ die die Schriftstellerin Barbara Köhler übernimmt.
Melissa de Raaf ist außerdem unabhängige Kuratorin von Filmprogrammen und Ausstellungen im Bereich der audiovisuellen Kunst. Bis 2004 war sie Mitglied der Auswahlkommission des Impakt Festivals in Utrecht (NL).
Ihre Seminare: Erzählen und Schreiben 1 im Grundstudium; How to use time: editing in cinematic storytelling für das Haupstudium.
Ihre jüngsten Veröffentlichungen waren u.a. „36 Ansichten des Berges Gorwetsch“ Dörlemann, Zürich, 2013 – "Schattenfuge" Textraum Museum DKM Duisburg, 2014 – "Istanbul, zusehends" Lilienfeld Verlag, Düsseldorf, 2015 – "im Tal: Kunst als Gegendteil" Stiftung Wortelkamp, Hasselbach 2015 – "42 Ansichten zu Warten auf den Fluss" edition korrespondenzen, Wien, 2017 – "Lethe | Wasserlösung" Sprachraum Museum DKM, Duisburg, 2018.
Angebotenes Fachseminar im Hauptstudium: Vom Wörtlichnehmen und Schriftlichgeben
Lorey hat Politikwissenschaft, Philosophie sowie afrikanische und europäische Ethnologie studiert und 1996 mit der ersten Monographie zur US-amerikanischen politischen Philosophin Judith Butler, einer der wichtigsten Queer-Theoretiker*innen, an der Goethe Universität in Frankfurt am Main promoviert. 2009 hat sich Isabell Lorey an der Universität Wien mit einer Studie zu Gemeinschaftsbildung und Herrschaftssicherung habilitiert, die als "Figuren des Immunen" 2011 bei Diaphanes erschienen ist. Am bekanntesten wurde Lorey mit ihrem mittlerweile in fünf Sprachen übersetzten Buch "Die Regierung der Prekären", für das Judith Butler das Vorwort geschrieben hat. Darin befasst sich Lorey mit der quer durch die Gesellschaft sich ausbreitenden Prekarisierung, der sozialen Verunsicherung in neoliberalen Verhältnissen, den damit verbundenen Geschlechterverhältnissen zugleich aber auch den Möglichkeiten zur Veränderung. Lorey hatte eine Assistenzprofessur an der Universität der Künste in Berlin inne und mehrjährige Gastprofessuren an der Humboldt Universität sowie den Universitäten Basel, Wien und Kassel.
Ihre Seminare im Grundstudium: Queer Foucault; im Hauptstudium: Queere Ökologien der Sorge.
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