... is an academic group which shares the conviction that
– experimental aesthetic projects and socio-technical research lead to an
– expansion of scholarly and creative horizons that effectively address
– existential human conditions in the 21st Century.
Die Fächergruppe exMedia integriert als Arbeitsfelder: Animation/3D, Experimentelle Informatik, Räume als Prozesse, Sound und Transformation Design und den Schwerpunkt Literarisches Schreiben.
Mehr Informationen finden sich auch auf unserem exMedia Blog.
Ausgangspunkte sind individuelle Fragestellungen der Studierenden, gesellschaftliche Entwicklungen und eigenständige Forschung. Das einzigartige Studienangebot der Fächergruppe nutzt die Freiräume einer Kunsthochschule, ohne sich den Zwängen des Kunstbetriebs zu unterwerfen. Insbesondere werden Fragestellungen und Bearbeitungsformen gefördert, die ihren Ort nicht schon von vornherein kennen. Die Fächergruppe ermutigt ihre Studierenden zur Entwicklung neuer Profile, statt den Erwartungen von gängigen Berufsbildern und aktuellen Marktlagen zu entsprechen.
Das postgraduale Programm für die Teilgebiete Animation/3D, Experimentelle Informatik, Räume als Prozesse, Sound und Transformation Design richtet sich an BewerberInnen aus diversen fachlichen Bereichen wie Architektur, Urbanismus, Design, Sound, Informatik, Kunst und Theorie. Erwartet wird die Fähigkeit, komplexe Themen in einem selbstbestimmten Projektstudium zu bearbeiten, das kritische Reflektion und experimentelle Praxis verbindet. Der Bereich betreibt Labore für Klangforschung, Animation/3D, experimentelle Informatik und das exMedia Lab, die entwurfsorientiertes Arbeiten mit aktuellen Werkzeugen ermöglichen wie Elektronik-Mikrocontroller, Lasercutter, CNC Modellfräse, 3D Scanner/Drucker.
Als erste Kunsthochschule in Deutschland bietet die Kunsthochschule für Medien Köln seit 2017 Literarisches Schreiben an. Sie ergänzt damit ihr einmaliges transdisziplinäres Konzept um einen weiteren künstlerischen Studienschwerpunkt im Rahmen des Diplomstudiums Mediale Künste. Das projektorientierte Studium bietet die Möglichkeit, künstlerische Schwerpunkte, zu denen nun auch das Literarische Schreiben gehört, frei miteinander zu kombinieren.
Animation wird als eine sich immer wieder neu zu entwickelnde Kunstform verstanden, in der handwerkliches- und gestalterisches Können ebenso gefordert sind wie der Wille zum Experiment und zum künstlerischen Wagnis.
Jede Bildform, die Bewegung einbezieht, kann hier behandelt werden. Das betrifft alle Formen und Materialien der Bildenden Kunst sowie andere künstlerische Disziplinen, wie z.B. Theater oder Tanz.
Ebenso wird eine Verknüpfung mit 3D-Animation/Games gesehen.
Inhalt und Form werden parallel entwickelt: von traditionellen Erzählformen und Dokumentarfilmen bis zu reiner Abstraktion, vom Fernsehspiel zur Performance.
Auch die Präsentation wird in den Gestaltungsprozess einbezogen. Die alleinige Produktion für Leinwand oder
Bildschirm ist nicht mehr selbstverständlich.
Die Projekte der Studenten sind breit gefächert, was Material und Inhalte betrifft. Es werden Geschichten erzählt, umgesetzt im traditionellen Zeichen- oder Stop-Motion-Film, Dokumentarfilm, in der 2D-Computeranimation, in abstrakten Arbeiten und, in letzter Zeit häufiger, in Installationen.
Animation is located somewhere between fine arts, film and new technologies, a hybrid form incorporating many elements of traditional and new developments of visual communication. The students can explore a wide range of possibilities between classical animation techniques to any form of expression. They are highly encouraged to combine the specifics of different media into their projects. Besides providing the students with basic knowledge of animation techniques, we introduce historical examples of animation and interesting current productions. We also try to keep an eye on other media, to give the students a wider range of aesthetic knowledge and to give them other tools for creativity. In our courses we look at the obvious links to film language, but also at the influence of dance, theater and sometimes architecture. For that reason we have established a close collaboration with professional dancers, to provide students with the possibility to do practical research on movement, rhythm and staging.
ground zero: Webseite der Experimentellen Informatik
Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Menschheit sich zwar zunehmend von Technik und deren reibungslosem Funktionieren abhängig macht, diese aber gleichzeitig „geistig nicht in der Hand hält“. Ein anderes Verständnis, neue experimentell-ästhetische Zugänge und nicht zuletzt neue Sprachspiele sind notwendig, um den unzureichenden, den Diskurs aber immer noch dominierenden Dualismus von Technikeuphorie und Technikfeindlichkeit aufzulösen.
Im Zentrum der Lehre und der Projektarbeit stehen das Experiment, die ästhetische Rezeption und Produktion sowie deren Reflexion. Das eigene „Machen“ ist aber der Ausgangspunkt für alles! Indem wir die (digitalen) Technologien von ihrer gewohnten Zweckorientierung im herrschenden Verbund von Wirtschaft-Technik-Wissenschaft befreien und die experimentelle Auslotung und Ästhetik technischer Möglichkeitsräume in den Mittelpunkt stellen, wird die grundlegende Bedeutung von Technik und Entwurf für die Gestaltbarkeit unserer eigenen (technischen) Zukunft überhaupt erst sichtbar. Wir erfahren, dass der Horizont unserer Welt, in der wir uns orientieren, bewegen und handeln, immer schon maßgeblich durch unser poietisches Vermögen (Fiktion, Entwurf, Imagination, Machen) bestimmt ist und wir die Verantwortung dafür nicht delegieren können.
Zwischen Poesie und Poiesis: Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Sprache und Text. Was bedeutet Sprache in einer Zeit, in der die meisten Texte, die uns umgeben, von Computern gelesen und geschrieben werden? Welches literarische Potential bieten Algorithmen – die selbst Zeichen und Texte sind – und wie können wir sie künstlerisch nutzen, um beispielsweise die Strukturen natürlicher Sprachen offen zu legen und neue Spracherfahrungen zu ermöglichen? Welche Sprache, Begriffe und literarischen Formen sind geeignet, um ein anderes Denken, andere Narrative und andere poietische Praxen (also andere Praxen des Machens, der Technik, der Produktion, der Architektur, des Designs etc.) zu befördern, damit andere Zukünfte vorstellbar werden?
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seit WS 2017/18 an der KHM
Seit dem Wintersemester 2017/2018 bietet die Kunsthochschule für Medien Köln "Literarisches Schreiben" als Studienschwerpunkt an. Dieser ist durch seine Einbettung in das offene Projektstudium "Mediale Künste" im interdisziplinären Lehrumfeld der Kunsthochschule einzigartig. Im Vordergrund steht hier die intensive Arbeit an eigenen Texten.
Schriftsteller*innen und Lehrende der Gattungen Prosa, Lyrik und Dramatik sowie der Bereiche Drehbuch, Hörspiel und Essay begleiten die Arbeiten der Studierenden, die sowohl in den Seminaren als auch durch individuelle Betreuung in Einzelgesprächen ermutigt werden, ihre Texte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ergänzt wird das praxisorientierte Lehrangebot durch die Vermittlung literarischer und kulturtheoretischer Grundlagen sowie durch Lektüren aus Tradition und Gegenwart.
Literarisches Schreiben kann an der KHM grundständig (Diplom 1 in neun Semestern) oder postgradual als Aufbaustudium (Diplom 2 in vier Semestern) innerhalb des Diplomstudiengangs "Mediale Künste" studiert werden.
Experimental #Space_Process shifts toward a new corpus of instrumentations, made out of tools, computation, mechanization, but also and simultaneously of fictions and lines of subjectivity, synchronous with our symptoms; of fears and great escapes in the “here and now”. The purpose of this LAB-Studio is to explore Attitudes that show a correlation, a co-dependency with the forms they underpin, through their conflicts and reciprocities. It is to discover a post-digital, post-human, post-activist, post-democratic, post-feminist world, … a queer, androgynous, carnal, disturbing, disenchanted, pornographic, transient, transactional world, … where scenarios, mechanisms, misunderstandings, and psychological, physiological , biological fragments are what make up walls and ceilings, cellars, attics, an urban crypto-colonization,… schizoid and paranoid, between the lines of operative and critical fictions… The androgynous folds and recesses behind which… he(s) / she(s) … hide(s), trigger(s) confusion and gut reactions, suspect hostilities, fantasized idealization, and even premeditated oblivion. We must use paradoxical postures and aesthetical mechanisms to highlight biopolitical dark-ECO challenges, the potentials and disorders of contemporary technologies, from their early stages to their merchandising, and suspect them of not being so harmless, beyond conventional discourses and self-conscious aesthetics…”
Alles was wir tun geht von einem Zuhören aus und ist die Geschichte eines Zuhörens.
Aber: Was hören wir? Wie hören wir? Wie können wir das, was wir hören, gestalten? Und in welchen Kontexten findet das statt? Die Arbeit mit Klang eröffnet viele Möglichkeitsräume, sie erfolgt über diverse Zugänge - von digital bis analog, elektronisch und mechanisch, in Klangsynthese und audiovisueller Materialforschung, konzeptionell, transdisziplinär, medienarchäologisch und gesellschaftspolitisch. Das Fachgebiet Sound als Teil von exMedia widmet sich diesem breiten Spektrum, es umfasst Labor und Tonstudio, Atelier und Werkstatt. Es gibt das Klanglabor und das Klangatelier, Tür an Tür im Hof des Filzengraben 8-10 sowie einen Seminarraum im vierten Stock des KHM Hauptgebäudes am Peter-Welter Platz 2, da, wo auch die Lehrenden des Fachgebietes ihre Büros haben.
Neben einem wechselnden Angebot von Theorie- und Praxisseminaren sowie Workshops bietet der Fachbereich mit dem jährlichen "Grundlagenseminar Sound" eine Einführung in die vielfältigen Thematiken für interessierte Studierende, die bisher noch über keine oder wenig Erfahrung im Umgang mit Sound verfügen. Dieses Seminar findet immer im Sommersemester statt.
Das Fachgebiet Sound kuratiert und organisiert desweiteren in der Aula der KHM die Reihe "soundings", die in drei Veranstaltungen pro Semester herausragende und aussergewöhnliche künstlerische Positionen zwischen Musik, Klangkunst und Lecture-Performance präsentiert.
The recently established field of Transformation Design (TD) sets out to ask for the role of design in transformation processes and find out about the shaping of future qualities.
Transformations of societies are driven by the megatrends of:
• technological innovation leading to disruptive changes in culture and business models
• globalisation leading to an ever more dynamic exchange of people, work and goods
• migration with new tasks of coexisting and integrating different cultures
• demographic change and the global difference in birthrates
All of these processes are subject to the inherent dynamics of capitalism, technology and media. They do not wait for designers. Designers however play a vital role in shaping, propagating and distributing new values and models for future lifestyle.
Thus TD faces challenging tasks and questions that include:
– What can designers contribute to future transformations of society?
– How can TD create and advertise new values for a future civilization?
– Can TD build on the concept of „matters of concern“ (Bruno Latour)?
– What are the differences between TD and Design Thinking or Change Management?
– How can TD be established as an academic field?
Assistenz
Erica Boccasso
Tel.: +49 (0)221 - 20189 - 232
Fax: +49 (0)221 - 20189 - 49232
Mail: erica.boccasso@khm.de