Transmedialer Raum

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Transmedialität ist ein Phänomen, das sich in den Übergängen, den Wanderungen und Verwandlungen zwischen Medien manifestiert. Sie kann sowohl auf der Ebene der Zeichen, als auch auf der technologischen Ebene beobachtet werden. Ihren ursprünglichsten Ausdruck findet sie im Traum; ihre ideellen Wurzeln in der Konzeptkunst der 70er Jahre, der geistigen Vorreiterin einer digitalen Kunst, in der alle Zeichensysteme auf Code beruhen „was die geradezu unbegrenzte Datenübertragung zwischen beliebigen semiotischen Systemen ermöglicht.“ (Simanowski 2006)


Das Atelier Transmedialer Raum versteht sich als ein Treibhaus, ein Labor zu Initialisierung und Erforschung transmedialer Prozesse. Was geschieht wenn sich gesprochene Sprache in Text verwandelt? Wenn Materie programmiert und Daten materialisiert werden? Wenn alte Techniken des Bewusstseins auf Maschinen angewandt werden oder menschliche und nichtmenschliche Tiere mit ihren jeweiligen Sensorium gemeinsam Kunst schaffen?


In den Kolloquien und Ausstellungsprojekten werden individuelle künstlerische Positionen verstärkt und kontrastiert. Die Seminare sind an den Schnittstellen von Labor und Experiment, Kunst und Wissenschaft, Recherche-basierter Kunst und intuitiver künstlerischer Handlung angesiedelt. Die Beschäftigung mit dem Raum, sei es der physische oder virtuelle, der filmische oder der soziale Raum dient als Ausgangspunkt für eine installative Ausstellungs- und Aufführungspraxis.


Individuelle Sprechstunden nach Vereinbarung per E-mail.

Lehrende

Aktuelle Seminare

FS Raumkritik

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Transmedialer Raum, Große Witschgasse 9-11

Donnerstags, 14-tägig, 14.00 -16.00 h.


Knowledge of space [...] implies the critique of space.
Henri Lefebvre


Das Seminar versteht sich als Forum und Kolloquium, in dem Studierende orts-, kontext- oder handlungsbezogene Projekte präsentieren können. Das Atelier Große Witschgasse dient hier als Ort der künstlerischen Handlung, an dem räumliche Konfigurationen erkundet und erprobt werden. Begleitet wird das Kolloquium von Lectures, die sich auf unterschiedliche Weise dem von Kultur- und Sozialwissenschaften konstatierten „Spatial Turn“ nähern. Ausgehend von Lefebvres Produktion des Raumes wird der digitale Raum und seine Peripherien nach Erfahrung und Atmosphäre befragt, nach einer Ortslosigkeit in digitalen Weiten und nach der blühenden Konjunktur der Kontroll- und Selbstevaluierungsmaschinen in datenbankgestützten Social Networks. In multiplen und gleichzeitig anwesenden Räumen nehmen die Nutzer verschiedene Rollen ein, reisen in Zukunft und Vergangenheit und formen sich ihr eigenes Utopia. 

GLS Installation

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Transmedialer Raum, Große Witschgasse 9-11

Kompaktseminar 30.01. - 10.02.2017

Vorbesprechung & Anmeldung: 15.12., 14.00 -16.00 h.


Künstlerische Installationen handeln von den Beziehungen zwischen Objekten, Klängen und Projektionen. Sie sind Teil einer lebendigen Aufführungspraxis, in der Künstler_innen und Betrachter_innen den Raum immer wieder neu erfahren und konstruieren. Die Installation als Mittelpunkt und Quelle dieser Transformationsprozesse ist Herausforderung und Angebot zugleich: In ihrer Konfiguration weist sie eine Vielzahl von künstlerischen Techniken und Strategien auf, in ihrer Form ist sie ein komplexes sensorielles Angebot an die Betrachter_innen.  


In diesem Seminar experimentieren wir mit Materialien und Immaterialien, mit Gefundenem, Angeeignetem und Gemachtem, in individuellen und kollaborativen Handlungsräumen. Den Rahmen hierfür bildet der Transmediale Raum, der samt seiner Infrastruktur den Studierenden für ihre Experimente zur Verfügung steht. Teil der Praxis wird das vorstellen und diskutieren künstlerischer Arbeiten sein. Am Ende der Kompaktwoche soll eine gemeinsame Rauminstallation für einen spezifischen Ort entstehen.


Am Donnerstag, den 15.12.2016 um 14.00 Uhr findet eine Vorbesprechung statt. Dieser Termin ist Voraussetzung für die Teilnahme am GLS in den Kompaktwochen.


Literaturempfehlungen:

Claire Bishop, Installation Art

Ilya Kabakov, Über die „totale“ Installation

Faye Ran, A history of installation art and the development of new art forms

Juliane Rebentisch, Ästhetik der Installation 

Projekte

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