Gleichbehandlung /  Diskriminierung

Unterstützung und Beratung

bei Diskriminierung, Machtmissbrauch, Mobbing, sexueller Belästigung und Gewalt an der KHM

An der KHM sollen Fairness, Gleichbehandlung und Wertschätzung im Umgang miteinander, auch bei der Behandlung von Konflikten, selbstverständlich sein. Dies kann nur gelingen, wenn jede einzelne Person – ob aus dem Kreis der Studierenden oder Beschäftigten – Verantwortung dafür übernimmt und die Kultur des Hinsehens stützt, indem hingesehen und nicht weggesehen wird, wenn es Konflikte gibt oder sich diese anbahnen. Sexualisierte Gewalt, Belästigung, Diskriminierung und abwertendes Verhalten dürfen keinen Platz an der Kunsthochschule oder anderswo haben!


Begriffsbestimmungen

Diskriminierung
Diskriminierung ist jede Form von benachteiligender und willkürlicher Behandlung von Personen aufgrund ihrer Abstammung, Religion, Nationalität, Herkunft, aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten, Behinderungen, politischen Betätigungen, sexuellen Identität, ihres Geschlechts oder Alters. Dazu gehören insbesondere entsprechende mündliche oder schriftliche Äußerungen.


Machtmissbrauch / Mobbing

Machtmissbrauch ist  die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Arbeitsplatz und im Studium sowie im Umgang mit Ressourcen unter Androhung und/oder Realisierung persönlicher oder beruflicher Nachteile bzw. unter Zusage von Vorteilen.
Mobbing ist schikanöses Handeln einer oder mehrerer Personen gegen eine Einzelperson oder eine Personengruppe, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und kennzeich­nend für die Beziehung zwischen den Betroffenen ist. Mit dem Handeln wird in der Regel beabsichtigt, die Opfer in ihrem Ansehen zu schädigen und/oder aus ihrer Position zu ver­treiben.

Beispiele für solche Handlungen sind:

- Verleumden von Hochschulangehörigen und deren Familien

- Verbreiten von Gerüchten über Hochschulangehörige und deren Familien

- absichtliches Zurückhalten von arbeitsnotwendiger Information oder bewusste Desinformation

- Drohungen und Erniedrigungen

- Beschimpfungen und verletzende Behandlungen

- unwürdige Behandlung durch Vorgesetzte, wie z.B. die Zuteilung unlösbarer, sinnloser oder gar keiner Aufgaben


Sexuelle Belästigung und Gewalt

Sexualisierte Diskriminierung ist ein Verhalten, das die Würde der betroffenen Person verletzt und ein Klima der Einschüchterung, Entwürdigung und Beleidigung aufgrund sexualisierter Handlungen schafft. Sexualisierte Diskriminierung wird als Mittel eingesetzt, anderen Menschen gegenüber Macht und Überlegenheit zu demonstrieren und auch, um andere Personen auf ihrem Karriereweg zu beeinträchtigen. Sexualisierte Diskriminierung muss nicht absichtlich erfolgen. Es reicht aus, wenn die betroffene Person sich belästigt fühlt und dies nach objektiven Maßstäben nachvollzogen werden kann. Ebenso ist eine solche Diskriminierung auch gegeben, wenn die betroffene Person diese duldet. Eine sexualisierte Diskriminierung kann auch durch eine einzige Handlung erfüllt werden.

Formen sexualisierter Diskriminierung sind beispielsweise:

- sexualisierter Sprachgebrauch wie sexistische Verallgemeinerungen, Witze oder Sprüche

- gehäufte geschlechterstereotype Darstellungen in Lehrveranstaltungen

- nonverbale Kommunikation wie Gesten oder körperliches Mustern
- auf Körperlichkeit reduzierende Äußerungen, Bemerkungen über das Intimleben

- unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von sexualisierten Darstellungen, die nicht wissenschaftlich begründet sind, wie z. B. sexualisierte Schmierereien in öffentlichen Räumen (Toiletten, Räume, Gebäudefassaden)

- unerwünschte verbale, bildliche oder elektronische Präsentation sexualisierter Darstellungen, wie z.B. Kopieren, Anwenden oder Nutzen sexualisierter Computerprogramme und Internetseiten

- unerwünschte sexualisierte Handlungen und Aufforderungen zu diesen, wie z.B. exhibitionistische Handlungen, körperliche Berührungen und Übergriffe

- Verfolgung, Nachstellung (Stalking) und Nötigung mit sexuellem Hintergrund

- Vergewaltigung


Beratung an der KHM / Anlaufstellen

Es besteht die Möglichkeit, bei folgenden Anlaufstellen eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Erfolgt mit der Hilfe der Beratung keine Lösung, können Betroffene den förmlichen Beschwerdeweg einschlagen. Zuvor sollten sie sich eingehend über ihre betrieblichen und rechtlichen Möglichkeiten bei den nachfolgend genannten Stellen informieren. Grundsätze der Beratung sind: Anonymität, Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, (fachliche) Unabhängigkeit und Neutralität – soweit bei den beratenden Personen keine Handlungspflicht besteht.

Nach dieser Beratung trifft die betroffene Person die Entscheidung, ob und welche Maßnahmen im Sinne einer Beschwerde eingeleitet werden sollen.


Anlaufstellen für Studierende der KHM
- Studienberatung

- Dozenten (können nur anonym beraten, wenn sie keine Handlungspflicht als Lehrende der beschuldigten Person haben)
- AStA

- Gleichstellungsbeauftragte                                    

- Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

- Ombudsstelle (externe Vertrauensstelle)     


Anlaufstellen für Beschäftigte der KHM

- Fachvorgesetzte (können nur anonym beraten, wenn sie keine Handlungspflicht als Vorgesetzte der  beschuldigten Person haben)

- Personalrat   

- Gleichstellungsbeauftragte

- Ombudsstelle (externe Vertrauensstelle)                 


Diese Stellen haben die Aufgabe, unverzüglich nach Kenntnisnahme:
- die Betroffenen zu beraten und zu unterstützen

- mögliche Schritte / Wege zur Problemlösung aufzuzeigen

- ggf. über die Beschwerdemöglichkeiten aufzuklären

- ggf. arbeitsrechtliche und strafrechtliche Möglichkeiten aufzuzeigen

Mögliche Sanktionen und Maßnahmen im Fall von Diskriminierung, Machtmissbrauch, Mobbing, sexueller Belästigung und Gewalt


Gegenüber Studierenden der KHM

- Mündliche oder schriftliche Belehrung 


- Ausschluss von einer Lehrveranstaltung 


- Ausschluss von der Nutzung universitärer Einrichtungen und ggf. Ausschluss von Einrichtungen des Studierendenwerks 


- Hausverbot 


- Exmatrikulation 



Gegenüber Beschäftigten der KHM

- Durchführung eines formellen Dienstgespräches 


- mündliche oder schriftliche Belehrung/Ermahnung 


- schriftliche Abmahnung 


- Versetzung bzw. Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz innerhalb der Hochschule 


- Ordentliche oder außerordentliche Kündigung 


- Einleitung eines Disziplinarverfahrens (bei Beamtinnen
und Beamten) bis hin zur Entlassung aus dem Beamtenverhältnis 


- Ausschluss von der Nutzung universitärer Einrichtungen/Hausverbot 



Gegenüber sonstigen Personen / Gästen
- Hausverbot 




Beratungsstellen / Anlaufstellen

AStA der KHM (Allgemeiner Studierendenausschuss)
Vorsitz: Katharina Singh
Stellvertretender Vorsitz: Natalie Harapat
asta@khm.de


Studienbüro / -beratung
Peter-Welter-Platz 2, 50676 Köln
Tel.: +49 221 20189 - 119
Fax: +49 221 20189 - 49119
Mail: studoffice@khm.de
Mo-Do 10-13, Do 14-16 Uhr


Personalrat der Mitarbeiter*innen aus Technik und Verwaltung

Vorsitzende: Doris Jäger
Mandy Brenneiser , Martin Nawrath, Patricia Kaschuba, Beatrix Wheeler

personalrat@khm.de


Personalrat des künstlerisch-wissenschaftlichen Personals
Andreas Altenhoff,  andreas@khm.de


Gleichstellung der KHM
Gleichstellungsbeauftragte: Dr. Juliane Kuhn
Vertreterin: Beate Middeke
Peter-Welter-Platz 2, 50676 Köln
Tel.: +49 221 20189 – 135, Mo 15-16 Uhr

gleichstellen@khm.de, juliane.kuhn@khm.de


Ombudsstelle / externe Vertrauensstelle

Ladenburger & Lörsch

Beratung bei Diskriminierung und sexualisierter Gewalt

Neusser Straße 455, 50733 Köln
Petra Ladenburger
Mo, Mi, Do, Fr 9-13 Uhr
Mo 14-18, Mi 14-17.30, Fr 14-16 Uhr
Tel: +49 221  973128 - 10
info@kanzlei-ladenburger.de

Martina Lörsch
Mo-Fr 9-12 Uhr
Mo, Di, Do, Fr 14-18 Uhr
Tel. +49 228 656911
info@martina-loersch.de

Grundsätze der Kunsthochschule für Medien Köln zur Vermeidung von Demütigung, Diskriminierung, sexueller Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch

Die Kunsthochschule für Medien Köln fördert die gleichberechtigte Zusammenarbeit von allen Geschlechtern auf allen Funktions- und Handlungsebenen in Studium, Lehre, Kunst, Forschung, Technik und Verwaltung. Sie tritt aktiv gegen Machtmissbrauch, jedwede Art der Diskriminierung und Benachteiligung, sexuelle Belästigung und Gewalt gegenüber Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Lehrenden ein.

Diskriminierungen, sexualisiertes Verhalten und Gewalt stellen eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes dar, die die Kunsthochschule für Medien Köln insgesamt massiv beeinträchtigen. Sie schaffen ein einschüchterndes, stressbeladenes und entwürdigendes Arbeits- und Studienumfeld und können zu ernsten psychischen und physischen Beeinträchtigungen führen.

Diskriminierungen jedweder Art sowie jegliche sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewaltanwendung sind an der Hochschule und im außerhochschulischen dienstlichen Umgang untersagt. Alle Mitglieder und Angehörigen der Hochschule – seien sie mit Bildungs-, Qualifizierungs- und Leitungsaufgaben in Lehre, Forschung, Studium oder mit Technik und Verwaltung befasst – sind in ihren Arbeits- und Fachbereichen dafür verantwortlich, dass die Persönlichkeitsrechte von Menschen und deren individuelle Persönlichkeitsgrenzen respektiert und gewahrt sowie sexuell diskriminierendes Verhalten und Gewaltanwendung unterbleiben bzw. abgestellt werden. Verstöße gegen diese Grundsätze werden nicht toleriert.

Machtmissbrauch oder Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Arbeitsplatz, im Studium wie im Umgang mit Ressourcen unter Androhung und/oder Realisierung persönlicher oder beruflicher Nachteile bzw. unter Zusage von Vorteilen wird als besonders schwerwiegend bewertet.

Emotionen und die Suche nach Identität können Gegenstand künstlerischer Arbeit und damit wesentlicher Bestandteil der Lehre sein. Dies zählt zu den Charakteristika eines künstlerischen Studiums. Die dabei entstehenden Näheverhältnisse erfordern einen besonders sensiblen Umgang mit diesen Themen. Dies muss immer auch im Lichte der grundgesetzlich garantierten Kunst-, Wissenschafts- und Lehrfreiheit betrachtet werden.

Sämtliche Angehörige und Mitglieder der Hochschule sind dazu aufgefordert, an der Gestaltung eines Arbeits- und Studienumfeldes mitzuwirken, das Raum für künstlerische Entfaltung bietet, von gegenseitiger Achtung, Respekt und Toleranz geprägt ist und dazu ermutigt, Konflikte offen anzusprechen. In der Kunsthochschule für Medien Köln ist kein Platz für Benachteiligung, Diffamierung, Demütigung, Diskriminierung, sexuelle Belästigung oder Gewalt.


[verabschiedet durch den Senat der KHM am 13.07.2018]

Postanschrift / Zentrale

Kunsthochschule für Medien Köln Peter-Welter-Platz 2
D-50676 Köln
Tel +49 221 20189 - 0
Fax +49 221 20189 - 17


Rektor- / Kanzlerbüro

Susanne Hackländer
Tel.: +49-221-20189-111
rektor@khm.de


Ingrid Panne
Tel.: +49-221-20189-212
panne@khm.de

Referentin des Rektorats
Heidrun Hertell
Tel.: +49-221-20189-130hertell@khm.de


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 221 20189 - 135 / - 330
Fax +49 221 20189 - 49135presse@khm.de


Studienbüro / -beratung
Peter-Welter-Platz 2
50676 Köln
Tel.: +49 221 20189 - 119
Fax: +49 221 20189 - 49119
Mail: studoffice@khm.de

Öffnungszeiten

Mo-Do: 10-13 h; Do: 14-16 h


Beratung bei Diskriminierung, sexualisierter Gewalt
Ladenburger & Lörsch

Neusser Straße 455
50733 Köln

Petra Ladenburger
Mo, Mi, Do, Fr  9:00 – 13:00
Mo 14:00 – 18:00
Mi  14:00 – 17:30
Fr 14:00 -16:00
Tel: +49 2 21 / 97 31 28 - 10
info@kanzlei-ladenburger.de

Martina Lörsch
Mo – Fr  9:00 – 12:00 Uhr
Mo, Di, Do, Fr  14:00 – 18:00 Uhr
Tel. +49 228 656911
info@martina-loersch.de

In der Zeit vom 6. – 24. August sind wir nicht unmittelbar erreichbar.
Wenn eine Telefonnummer hinterlassen wird, rufen wir zurück.

Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

Christina Hartmann

Peter-Welter-Platz 2
50676 Köln
Tel.: +49 221 20189 - 119
Mail: c.hartmann@khm.de
Sprechstunde Do: 16.30 - 17.30 h und nach Vereinbarung per Email


Gleichstellung der KHM

Dr. Juliane Kuhn

Peter-Welter-Platz 2

50676 Köln
Tel.: +49 221 20189 - 135

Mail: juliane.kuhn@khm.de

Mehr Infos unter Gleichstellung


KHM-Betriebsärztin

Dr.  Mariam Konner

Fachärztin für Arbeitsmedizin

info@arbeitsmedizin-bensberg.de
www.arbeitsmedizin-bensberg.de


Psychologische / Soziale Beratung des Kölner Studierendenwerks

- Beratungseite

- Einzelchat von 13-14 Uhr


Wachdienst
Tel.: +49 221 20189 - 105
Mobil: +49 173 7480228
Mail: wachdienst@khm.de


Sicherheits- / Brandschutzbeauftragter

Jörg Huber

Eschbach 2, 42719 Solingen
Tel.: 0212-317348
Mobil: 0172-2123959
huberjoerg@t-online.de


Administration der Website

Mail: webmaster@khm.de

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