published in: Informatik '98, Informatik zwischen Bild und Sprache,
28. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, 21. - 25. September
1998, Magdeburg, Springer ISBN 3-540-4938-7, pp. 245-254
Michael Hoch
ZKM | Institute for Visual Media
Lorenzstr. 19, 76135 Karlsruhe, Germany
micha@khm.de, www.khm.de/~micha
Zusammenfassung
Dem Körper des Menschen kommt in der Wahrnehmung eine besondere Rolle
zu. Bei einer Betrachtung der Vielzahl von Computeranwendungen läßt
sich feststellen, daß der Mensch in zwei Welten arbeitet, die relativ
wenig gemeinsam haben, der Computerwelt und der natürlichen Umgebung. Der
Wunsch liegt also nahe, nach Ansätzen zu suchen, die nicht wie bisher den
Menschen auffordern in der Welt der digitalen Maschine zu arbeiten, sondern
den Computer so zu gestalten, daß er in unserer Welt arbeiten kann. Dabei
wird bei den meisten Anwendungen der Körper nicht explizit in die Benutzerschnittstelle
einbezogen. In diesem Beitrag wollen wir die Notwendigkeit der Einbeziehung
des Körpers näher erläutern und anhand eines Beispielprojektes
für gestische Interaktion im Realraum untersuchen. In diesem Beispielprojekt
wurde ein Prototyp zur intuitiven Filmplanung entwickelt, der auf den Prinzipien
der Intuitiven Schnittstelle basiert, eine Computerumgebung zur Planung bildkünstlerischer
Prozesse, die den Körper und Realraum explizit berücksichtigt. Durch
eine empirische Untersuchung werden Ergebnisse für die Anwendbarkeit von
gestischer Interaktion präsentiert.