Gegen Studiengebühren !

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Hintergrund:


Wir haben Informationen über das bisherige Studienkontenmodell und die neue Gesetzgebung durch Schwarz/Gelb in NRW zusammengefasst: Link


Wir fordern: Keine Studiengebühren!

Die Leitung der Kunsthochschule für Medien plant die Einführung von Studiengebühren um einem eventuellen politischen Druck vorzubeugen.
Das ist eine opportunistische und ängstliche Haltung die dem Anspruch der KHM, innovativ, avantgardistisch und subversiv zu sein, ganz entscheidend widerspricht.

Die KHM darf sich nicht zu einer Ökonomisierung der Kunst zwingen lassen!

Deshalb fordern wir den Senat und das Rektorat ausdrücklich dazu auf, sich gegen die Einführung von Studiengebühren an der Kunsthochschule für Medien zu entscheiden!


Noch mehr Argumente...
..., warum es KEINE STUDIENGEBÜHREN AN DER KHM geben darf:

Eine moderne und aufgeschlossene Gesellschaft wie sie immer wieder gewünscht und postuliert wird, ist auf Bildung angewiesen. Niemand dürfte daran zweifeln, dass unser Wohlstand zu großen Teilen auf dem hohen Anteil gut ausgebildeten Menschen zurück zu führen ist. An einem Erhalt dieses Wohlstands dürfte wohl allen gelegen sein. Aus diesem Grund ist es doch grobster Unfug, einer möglichst guten Ausbildung auch nur die allerkleinste Hürde in den Weg zu legen. Von den entstehenden sozialen Ungerechtigkeiten mal ganz zu schweigen.
Als Gesellschaft können wir es uns nicht erlauben irgend jemanden der sein Erststudium antreten möchte nicht studieren zu lassen. Wir sind, in Anbetracht der riesigen Probleme die wir jetzt und in Zukunft lösen werden müssen, auf jeden gut ausgebildeten Kopf angewiesen.


Stell dir vor es ist KHM und keiner geht hin
Viele der KHM-Studenten sind schon jetzt auf Nebenjobs angewiesen, die sie bei Einführung der Gebühren noch deutlich mehr Zeit kosten werden. Diese Zeit geht direkt zu Lasten ihrer Projekte und damit letztendlich auch zu Lasten der Hochschule.
An der KHM gibt es eine klar geregelte Studiumslänge, die bei 8-9 Semestern liegt. Wir haben also praktisch keine Langzeitstudenten. Die kurze Zeit des Studiums sollten wir also nutzen können Projekte zu realisieren und nicht kellnern zu gehen um die Gebühren bezahlen zu können.


Was kostet's denn?
Die Kunsthochschule für Medien gehört zu den finanziell best ausgestatteten Hochschulen NRWs.
Die zu erwartenden Einnahmen der Schule durch die Studiengebühren liegen jedoch gerade mal bei etwa 2% des jährlichen Gesamtbudgets der KHM.
Es ist möglich, dem Druck der von der Landesregierung durch Streichung ausgeübt wird durch gemeinsame Anstrengung wie zum Beispiel der Einsparung dieser 2% des Haushalts entgegen zu wirken. Das hilft den Studenten deutlich mehr, als das Geld auf deren Rücken einzutreiben.


Das Argument wir hätten ein teures Studium und müssten das jetzt gegenfinanzieren zählt nicht, da man künstlerische Leistung nicht in Geld aufrechnen kann.
Entweder man erkennt die Notwendigkeit von Kunst oder man erkennt sie nicht. Wenn wir uns in diese ökonomische Rechtfertigungssituation begeben, geben wir unsere künstlerische Position auf. Kunst im weitesten Sinne ist eben nicht Ökonomie sondern Kunst im weitesten Sinne.
Und das die jetzige Einführung der Gebühren nur den Beginn einer immer teuer werdenden Ausbildung darstellt, ist uns doch allen klar.
Wir haben uns Berufungen gewählt, die nicht zwingend darauf schließen lassen nach der KHM in Saus und Braus zu leben. Die meisten von uns werden sich ihr Leben und das ihrer Familie gerade mal so finanzieren können.
Eine Kunsthochschule wie die KHM sollte genau jetzt ein Zeichen setzten und ihre Studenten bei der künstlerischen Verwirklichung unterstützten. Mit dem nötigen Weitblick für folgende Generationen.



Der AStA, das Stupa und die Studierendenschaft der KHM.