Säule C
In den Fachseminaren werden die bereichsspezifischen Lehrinhalte vermittelt. Das Studium in den Fachseminaren zieht sich durch den gesamten Verlaufsplan des Curriculums hindurch; das heißt, generell gibt es keine Festlegungen, in welchem Semester die einzelnen Fächer zu belegen sind. Allerdings bauen - vor allem in den Bereichen Fernsehen/Film und Mediengestaltung - einzelne Fächer aufeinander auf.
Insgesamt müssen die Studierenden mindestens 6 Fachseminare belegen (davon müssen mindestens zwei für das Vordiplom nachgewiesen werden). Die Auswahl der Fachseminare aus dem Angebot der einzelnen Bereiche ist den Studierenden prinzipiell freigestellt. Im Hinblick auf den Studienabschluss in einer der drei Fächergruppen sind jedoch vor allem im Hauptstudium die entsprechenden Anforderungen der Vertreter und Vertreterinnen der einzelnen Fächer zu berücksichtigen. Für den Übergang zum 2. Studienabschnitt ist deshalb ein intensives Beratungsgespräch innerhalb der gewünschten Studienrichtung obligatorisch.
Fachseminare Film/Fernsehen
Beschreibung, Analyse, Vermittlung
Übung zur Kritik und Analyse von Filmsyntax, -vokabular und -technik anhand aktueller Film- und Fernsehproduktionen. Die kritische Auseinandersetzung mit Film- und Fernsehprogrammen erfordert ein hohes Maß an sprachlicher Kompetenz. Die Fähigkeit, Ideen und Positionen formulieren zu knnen, ist die Voraussetzung für ein Gespräch über eigene und fremde Arbeiten. Sie ist auch unabdingbar für die Vermittlung von Projekten und Programmideen.
Dramaturgie - Erzählformen, Genres
Entwicklung und Analyse von Drehbüchern des fiktionalen Genres, Einübung von dramaturgischen Grundstrukturen, bis hin zur szenischen Umsetzung von literarischen Vorlagen. Im Mittelpunkt steht die systematische Aufarbeitung der dramaturgischen Konzepte des Theaters, der Literatur, des Films und des Fernsehens sowie die Analyse unterschiedlicher Erzählformen und Genres.
Schreiben - Exposé, Treatment, Drehbuch
Das Schreiben von Exposés, Treatments, Drehbüchern und Konzepten ist die Grundlage jeder Arbeit in Film und Fernsehen. Die Fachseminare sollen Kenntnisse über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Notation von Film- und Fernsehstoffen vermitteln und vor allem in praktischen Übungen die Kompetenz des eigenen Schreibens erweitern. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit an eigenen Ideen und Geschichten sowie deren dramaturgische Bearbeitung.
Szenische Auflistung und Montage
Anwendung von Kamera, Ton, Licht, Schnitt auf Dramaturgie; Umsetzung von Drehbüchern; Übungen zur Kamera-, Licht-, Raumdramaturgie; Dramaturgische Grundlagen des Filmschnitts und der Filmnachbearbeitung.
Produktionskunde
Die jeweiligen Projekte im Studienschwerpunkt Fernsehen/Film begleitend, werden hier parallel Kalkulationen, Ablaufpläne und Postproduktion von Fernsehproduktionen erlernt: die wirtschaftlichen, organisatorischen und logistischen Grundlagen von Film- und Fernsehproduktionen.
Regie
Fiktionale Formen: Grundlagen der szenischen Regie, Schauspielerführung und Kameraregie. Wie vermittelt ein Regisseur seine Visionen? Was ist das Handwerkszeug eines Regisseurs? In welchen Traditionen steht er? Was sind die Perspektiven einer Arbeit mit Schauspielern und einem so komplizierten Apparat wie einem Filmteam?
Dokumentarische Formen: Grundlagen der dokumentarischen Regie - Von der Recherche über die Entscheidung für eine spezifische Erzählform und die Organisation des Stoffs im Treatment, eventuell im Drehbuch, bis zu den Bedingungen der Produktion in Film und Fernsehen.
Fernsehspezifische Formen: Grundlagen der Fernsehregie in so unterschiedlichen Bereichen wie Clip, Talk-Sendung, Shows und Livemoderationen: Wie werden Konzepte und Ideen mittels elektronischer Bildgestaltung, Bild- und Ablaufregie mit einer oder mehrerer Kameras live oder als Aufzeichnung realisiert?
Dokumentarfilm
Reflexion der Erzählform des Dokumentarfilms unter Berücksichtigung ihrer erkenntnistheoretischen, politischen, ästhetischen und technischen Voraussetzungen. Erkundung der Grenzformen der Essayistik, des Fernsehjournalismus und der Fiktion.
Fachseminare Mediengestaltung
Schrift und Typographie/Schrift in elektronischen Medien
Untersuchung und experimentelle Erprobung von Schrift- und Textdarstellung in analogen und digitalen Medien unter ästhetischen und ergonomischen Aspekten. Entwurf von Schriften und Textanwendungen im Kontext von elektronischem Publizieren, Multimedia und Fernsehen. (Empfehlung: 1. bis 3. Semester)
Bildgestaltung / Elektronische Bildgestaltung
Bildgestaltung und bildsprachliche Verfahren bei unterschiedlichen Bildformen (Fest- und Bewegtbild) und in verschiedenen Medien. Experimentelle und anwendungsbezogene Entwicklung von Bildformen in Graphik, Fotografie, Animationsfilm, Video und Computergraphik sowie deren Verbindung und audio-visuelle Erweiterung. (Empfehlung: 1. bis 3. Semester) Musik- und Tongestaltung, Ton als Grundlage visueller Gestaltung (inszenierte Musik), Analyse von Videoclip, Musikfilm, Konzertmitschnitt und funktioneller Musik (Muzak), Musikverwendung und Geräuscheinsatz in der Werbung, Generieren
musikgrafischer Schnittpartituren. (Empfehlung: 1. bis 3. Semester)
Raumgestaltung / intermediale Raumgestaltung
Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen und Messen, von Szenenbildern für Fernsehen und Theater sowie von architektonischen und virtuellen Räumen, sowohl unter Verwendung der klassischen 2- und 3-dimensionalen Medientechniken als auch der neuen elektronischen Techniken. Zielsetzung: Entwicklung komplexer Gestaltungsstrategien, die ein bewußtes künstlerisches Entwerfen und Realisieren im Medienverbund ermöglichen.
Videogestaltung / Videoproduktion
Auf der Grundlage der Videoeinführung werden selbstgewählte Themen der Studierenden - zum Beispiel aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wirtschaft, Erziehung und Wissenschaft - von der Konzeption und Dramaturgie bis zur Realisation entwickelt. Dabei werden der Bildgestaltung und Montage von Bild und Ton besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bestandteil des Seminars ist auch die integrierte Nutzung von Paintbox, Harry und Computergraphik für die elektronische Bildgestaltung.
Fernsehgestaltung - Design / Szenenbild
Umgang und Auseinandersetzung mit den visuellen Gestaltungsmitteln des Mediums Fernsehen im Bereich Grafik und Szenenbild. Die Bildsprache des Mediums im kreativen Prozeß von Inhalt und Form, von Ästhetik und Technik. Orientierung ist der Mediengestalter und die Mediengestalterin, die mit den neuen elektronischen Werkzeugen vertraut sind, damit gestaltend umgehen und sie produktionstechnisch sinnvoll planen und einsetzen. (Vermittlung von Planung, Konzeption, Entwurfs- und Simulationstechniken wie Scribbeln, Storyboard, Animatic, Grundrß, Modell und Computersimulation. Ausbildung an allen elektronischen Equipments des Fernsehens.)
Elektronisches Publizieren
Gestaltung für unterschiedliche Anwendungen und mediale Träger elektronischen Publizierens unter besonderer Berücksichtigung von integrierten Formen der Text- und Bildgestaltung im interaktiven Medienzusammenhang.
Interaktive Medien / Multimedia
Konzeption und Gestaltung von Multimedia, Umgang mit lokalen und globalen Netzwerken, Mensch-Maschine-Kommunikation, Datenbanken und Informationsdiensten. Die Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Entwerfens audiovisueller Multimediasysteme wird begleitet von einer praxisbezogenen Einführung in den Bereich multimedialer Produktionen.
Bildkommunikation
Ausgehend vom Sprachcharakter aller Kommunikationsphänomene werden die
Kommunikationsleistung von Bild und Sprache vergleichend und experimentell untersucht.
Anhand von Semiotik und Rhetorik werden Bildanalysen erarbeitet und bildsprachlichexperimentelle
Arbeiten in verschiedenen Medien realisiert.
Audio- / Visuelle Darstellungsmethoden
Methoden und Techniken der Darstellung und des Entwerfens für und mit elektronischen Medien und Systemen. Das schließt sowohl den Entwurf audiovisueller Anzeige- und Signalsysteme wie computergestütztes Entwerfen und Verfahren der medialen Repräsentation und Simulation ein.
Konzeption und Dramaturgie audiovisueller Medien
Einführung in die konzeptionelle Arbeit für Mediengestalter, wobei von der Ideenfindung über Exposé, Storyboard oder Strukturpläne für interaktive Multimedia-Realisationen alle Formen der Konzeption und Visualisierung erprobt werden.
Fachseminare Medienkunst
Kunst mit Fotografie
Projektorientierte Bilderfahrung; Maschinen-Kunst, das Elend technologischer Gesetzäßigkeit; Apparate und mögliche Gegensteuerungen; ästhetische Wahrnehmung und Bildvorstellung; Entsorgungs-Strategien spezifischer Fotoästhetik und Ikonographie zugunsten disparater Systeme; über die "Schrecklichkeit des Sehen" und die Oberfläche alltäglicher Bilddrohungen; Aneignung als System (Werbung/Kunst), die Welt als Dauer- Inszenierung ... In Verbindung mit dem Basisseminar "Geschichte der Künste im medialen Kontext": Experimentelle Fotografie, Fotografie im Medienzeitalter, Geschichte der Fotografie in der Gegenwartskunst.
Holographie und Raumbild
Künstlerische Konzepte, Methoden und Techniken in den Bereichen der Display-Holographie und Lichtmedien mit ihren gestalterischen Möglichkeiten im Zusammenhang mit Malerei, Plastik, Architektur, Musik, Poesie und Tanz.
Multimedia / Performance
Integriert: mediale Skulptur, Performance und inszenierter, medialisierter Raum.
Experimentalfilm
Entwicklungsgeschichte des experimentellen Films. Die Sprache des Films. Was geschieht zwischen den Bildern? Vom Persistenzphänomen zur Formverschmelzung: der Montagebegriff. Das Schreiben mit Licht - Lichteratur statt Literatur. Im Brennspiegel der Magia Naturalis. Von der Camera Obscura zum Film. Von den Perspektivmaschinen zum Computer.
Videokunst, elektronische Malerei
Der Monitor als virtuelle Leinwand; experimentell-künstlerische Erzeugung von elektronischen Images und ihre Bearbeitung durch fortgeschrittene Techniken des Mischens, der Transmutation von Farben, Strukturen, Texturen.
Fachseminare Kunst- und Medienwissenschaften
Die Fächergruppe Kunst- und Medienwissenschaften bietet unter den nachgenannten Titeln Fachseminare zur Vertiefung und Ergänzung der in den entsprechenden Vorlesungen / Basisseminaren behandelten Gegenstände an.
- Grundlagen der Informationsverarbeitung
- Informatik, Wissenschaft und Gesellschaft
- Physiologische Grundlagen der audiovisuellen Kommunikation (Sehen und Hören)
- Musik, Klang, Geräusch
- Ästhetik / Kunsttheorie
- Medientheorie



