Promotionsprogramm der KHM
Die Kunsthochschule für Medien Köln bietet mit der 2004 verabschiedeten Promotionsordnung die Möglichkeit zur philosophischen Dissertation. Abgeschlossen wird – in Übereinstimmung mit der nunmehr kodifizierten Gesetzgebung zu den Kunsthochschulen des Landes NRW – mit einem universitätsgleichen, also wissenschaftlich zentrierten Dr. phil. Dieser akademische Grad beinhaltet, dass der Bezug zur künstlerischen Praxis Voraussetzung für die Zulassung ist und Nähe zu künstlerischen Experimenten gesucht wird. Die Bewertung der Dissertation bleibt allerdings in allen ihren Elementen eine wissenschaftliche. Es sollen jedoch Forschungsansätze gefördert werden, die von der künstlerischen und medialen Praxis ausgehend exponierte und neuartige Fragestellungen verfolgen, die im akademischen Kontext nicht evident sind.
An vielen Universitäten ist es bis heute ein Problem, mit einem künstlerischen Abschluss zur Promotion zugelassen zu werden. Insbesondere die Verbindung von künstlerischen Fragestellungen und wissenschaftlichen Methoden soll im Promotionsprogramm der KHM zu herausragenden neuen Ergebnissen führen. Angeboten werden die Promotionsfächer Designwissenschaft, Experimentelle Informatik, Filmwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Kunstwissenschaft und Medienwissenschaft.
Mit der Zuordnung der Promotionsprojekte verbindet sich die inhaltliche Betreuung durch die promotionsberechtigten Lehrenden an der KHM. Diese individuelle Betreuung wird ergänzt durch ein regelmäßiges interdisziplinäres Kolloquium, das durch Kooperationen den Austausch mit Wissenschaftler/innen und Doktorand/innen von anderen Institutionen fördert.
Neben der – in Absprache mit dem promotionsberechtigten Lehrkörper – individuell möglichen Zulassung schreibt die KHM seit dem WS 2009 jährlich ein Programm zu wechselnd fokussierten Begriffs- und Themenfeldern aus, zunächst zu 'Artefakte', dieses Jahr zu 'Technologien des Ästhetischen und der Künste'. Es soll in den Promotionsvorhaben um eine innovative Reflektion der Schnittstellen zwischen Künsten, Wissenschaften und Technologien gehen. Diese inhaltliche Ausrichtung in ihrer Offenheit für vielfältige inhaltliche Bezüge zwischen den Künsten und den Wissenschaften kommt der interdisziplinären Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden entgegen.
Diese zusätzlichen jährlichen Ausschreibungen sollen gewährleisten, dass mittelfristig etwa sieben bis zehn Promovierende pro Jahr in das Promotionsprogramm aufgenommen werden können. Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen von den Universitäten sowie von anderen künstlerisch-wissenschaftlichen Institutionen sorgen neben den Kolloquien und individuell zugeschnittenen Zusatzangeboten für eine angemessene wissenschaftliche Begleitung der Dissertationsvorhaben. Hingewirkt werden soll weiterhin mit Nachdruck auf den Einbezug spezifisch künstlerisch-gestalterischer Experimente und Praktiken in die dezidiert wissenschaftlich ausgerichteten Vorhaben. In der heutigen Umbruchphase hin zu vielfältigen PhD-Programmen, Doktoraten in den Künsten und Dissertations-Kooperationen mit den Universitäten stellt dieses Programm eines akademischen Dr. phil. ein seltenes und besonderes Merkmal der KHM dar.
Die Dissertation ist in deutscher Sprache abzufassen. Leider können keine Stipendien vergeben werden, es wird jedoch Unterstützung für Stiftungsanträge geboten.
Die Ausschreibung von Promotionsmöglichkeiten für das Wintersemester erfolgt jeweils im März auf unserer Homepage zum Promotionsprogramm der KHM.
Kontakt
Kunsthochschule für Medien Köln
Bereich Wissenschaft / Promotion
Heidrun Hertell, Peter-Welter-Platz 2
D-50676 Köln
Tel.: 0049 (0)221 - 20189 – 130
Email: wissenschaftkhmde



