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Still aus "Holding Still"

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Grimme-Preis 2012

Der Abschlussfilm von Florian Riegel "Holding Still" an der Kunsthochschule für Medien Köln ist für den Grimme-Preis 2012 nominiert.

Die Preisverleihung findet am 23. März 2012 in Marl statt.


Grimme-Institut



Florian Riegels Abschlussfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln ist für den Grimme-Preis 2012 in der Kategorie "Information & Kultur" nominiert. Nach einer erfolgreichen Festivaltournee und zahlreichen Auszeichnungen wurde "Holding Still" am 19. Oktober 2011 erstmals auf ARTE gezeigt. Mit einem Grimme-Preis werden jährlich zwölf Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, "die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind" (Statut). Die Grimme-Preise, die seit 1964 vergeben werden, zählen zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland.

Insgesamt haben die Auswahlkommissionen 61 Produktionen für die Grimme-Preise 2012 nominiert. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind dabei mit insgesamt 53 Sendungen vertreten, während die privaten Sender auf zusammen acht Nominierungen kommen. Im Wettbewerbsbereich „Information & Kultur“ gehen 20 Einzelsendungen und Mehrteiler ins Rennen um einen Grimme-Preis. Die Preisverleihung findet am 23. März 2012 in Marl statt.

Der Dokumentafilm "Holding Still", ursprünglich von Florian Riegel als Portrait der Stadt Seaside in Florida konzipiert, erzählt die Geschichte von Janis: Obwohl Janis seit 20 Jahren in Seaside lebt und die meisten Bewohner ihren Namen kennen, beschreibt sie sich selbst als „unsichtbare Person“, da sie hier zwar wohnt, an dem Leben in Seaside aber nicht wirklich teilnimmt. Nachdem Janis im Alter von 22 Jahren einen tragischen Unfall erlitt und seither querschnittsgelähmt ist, hat sie die folgenden Jahrzehnte fast ausschließlich im Bett verbracht – eine Tatsache, die sie sich selbst nur schwer erklären kann. Anstatt sich im Rollstuhl durch Seaside bzw. ihr eigenes Haus zu bewegen, liegt sie im Bett und beobachtet ihre Umwelt durch eine Überwachungskamera, welche mit ihrem Laptop verbunden ist. Durch die Kamera kann Janis all das beobachten, was ihr sonst verborgen bliebe – ihr Wohnzimmer, ihre Küche und vor allem das Leben vor ihrem Haus. Da Janis nicht Teil der Welt sein kann, welche sie umgibt, holt sie sich ein Stück davon in ihr eigenes Reich. 

"Holding Still" wurde im Februar 2010 beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam uraufgeführt. Er reiste danach auf über 40 weitere internationale Filmfestivals und erhielt die folgenden Preise u.a.: Erster Preis im NRW-Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen 2010; Preis der Jury, Deutscher Wettbewerb beim Internationalen Kurzfilmfestival Hamburg 2010; Nominierungen bei First Steps Award in Berlin und den Babelsberger Medienpreisen in Potsdam 2010; Bester ausländischer Abschlussfilm bei den TENT.AWARDS der niederländischen Kunstakademien, Rotterdam 2010, Preis für den Besten Dokumentarfilm beim Internationalen Festival der Filmhochschulen in München 2010. "Holding Still" erhielt darüber hinaus auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold 2010 in der Kategorie Dokumentarfilme. Die Jury begründete ihre Entscheidung für den Film wie folgt: "Seit 20 Jahren ist Janis querschnittsgelähmt. Sie hat seitdem ihr Schlafzimmer nicht verlassen und beobachtet ihre Umwelt durch Überwachungskameras. So wandert sie an Orte, wohin ihre Beine sie nicht mehr tragen: In die Küche, ins Wohnzimmer, in die Nachbarschaft, sogar bis an den Strand. ‘When you’re holding still long enough, everything comes to you’, sagt Janis. Entlang dieser Aussage und geführt durch die gelassene Erzählung der Protagonistin komponiert Florian Riegel einfühlsam das Portrait einer Frau, die ihr Schicksal mit außergewöhnlicher Kraft meistert. Langsam und rhythmisch entfaltet er die Geschichte, berührend, doch ohne Pathos. ‘Holding Still’ ist ein Essay über die Macht der Bilder und die Möglichkeiten des Kinos, Grenzen zu überschreiten und verborgene Welten zugänglich zu machen. Wenn Riegel uns am Ende mitnimmt auf Janis geistige Wanderungen und wir mit ihr nach Seaside reisen, sind wir ganz nah und riechen das Meer. Das ist großes Kino in 27 Minuten.“

Holding Still (2010, 27 Min.) Regie und Buch: Florian Riegel; Kamera: Luciano Cervio; Ton: Ilja Stahl; Schnitt: Florian Riegel; Tondesign: Tilman Hopf; Tonmischung: Ralf Schipke; Farbkorrektur: Florian Stärk; Musik: Set Fire to Flames / PC und Sebastian Borowski; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln; Betreuung: Prof. Thomas Schmitt, Prof. Dietrich Leder, Prof. Matthias Müller; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW.

Florian Riegel wurde 1978 in Berlin geboren. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Israel und Südamerika studierte er Politikwissenschaft an der FU Berlin. 2003 begann er sein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln. „Holding Still“ ist sein Abschlussfilm im Bereich Film.

 

 

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Trauerkantate in 6 Arien
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Genesis 2.0
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Erinnern heißt Vergessen
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Hey Toney - Wherever I Lay My Hat
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885 €
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Ein Kriegsfilm ohne Kriegsbilder – Sechs Kapitel zum georgischen Nationalismus
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Das T-Shirt außer sich
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