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re-active platform 05/06
... new (mixed) media, interface-gestütze und environment-orientierte installationkunst, computer supported art, digitale kunst, elektronische kunst, cyber arts, netzkunst, reaktive und interaktive systeme ... aus der lokalen tradition des ateliers für multimedia&performance bietet sich eine platform an für reaktive und interaktive systeme, interface-, computer-gestützte und environment-orientierte installationskunst... das thema lautet hier : anwesenheit simulieren. aus kunstgeschichtlichen beispielen werden folgende keywords zur diskussion gebracht: time-delayed circuits, inszenierung der überwachung, telekommunikation, zeit- und ereignisbestimmte automatismen, ... von den kunstgeschichtlichen referenzen bis zu den praktischen konsequenzen: die platfom versteht sich als umgebung zur entwicklung von konkreten projekten; nach bedarf werden einführungen zur anwendung von sensorik und camera-tracking angeboten.
acconci // anwesenheit / automaten // beaubois / bechthold / calle / davis / et al / farrell // fernsteuerung // graham / hershman / kac / kempe / kriesche / leccia / legrady // mapping / monitoring / mustererkennung // nauman / pappenheimer / penny / piper / pirker / polak / raaf // radar / RFID / roboter / rollenspiel // scher / scott // sensorik / spuren // surveillance camera players / telekommunikation / time delay / überwachung // ulrichs / weibel und mehr
"Ein unbewohntes haus weckt das interesse von einbrechern. also unbedingt anwesenheit simulieren" rät der leiter der kriminalpolizeilichen beratungsstelle beim landeskriminalamt hamburg. Im
bereich der hausintelligenz ist die simulation der anwesenheit
eine frage der sicherheit: wer länger das haus verlässt,
soll lieber menschliche präsenz im haus und vom haus simulieren lassen.
Das hat als simulation weniger mit dem experimentellen verfahren zu tun,
wofür simulation in forschung und angewandter wissenschaft wichtig
ist. [->
www.theb*.de temperatur- und helligkeitssensoren+
schaltuhren und schaltaktoren, zb jalousieaktoren / Und trotzdem ist es ein nahliegendes, billiges, häuliches beispiel des entwurfes eines systems: simulation rekonstruiert immer ein system in der form eines modelles, das von agenten, funktionen und eigenschaften definiert ist. Die anwesenheit, die simuliert werden soll, wird in zu beobachtende ereignisse übersetzt: licht, radio und tv, die an und ausgehen; rollos, die auf und runtergefahren werden; die post darf nicht stauen; das band des abs darf nicht zu voll werden; müllproduktion soll nachweisbar sein; wäschemanagment auch. Die möglichkeiten der erweiterung der anwesenheit in einem gegeben raum : a) mobile architektur: man entwirft einen raum, der wie eine bewegliche erweiterung des agenten funktioniert; man hinterläßt keinen leeren raum [ -> Hans Hollein Mobiles Büro, 1969]; b) telepräsenz: man erweitert den begriff der anwesenheit über das unmittelbar physische hinaus; die präsenz kann vervielfältigt werden; c) homeintelligence: man verselbständigt den raum. [-> The Media House Project oder House_n Research Group ...] ; inklusive reactive architektur [ -> "Öffentlichkeiten" (public sphere) von Steve Dietz]
SPUREN: Simulation der anwesenheit soll bedeuten, dass hauptsächlich ein AGENT simuliert wird, bzw dass es von einem künstlichen system erwartet wird, einen agenten präsent zu machen. Das system lässt die tonaufzeichnung eines hundes bellen, wenn ein vorbeilaufender durch eine lichtschranke läuft; oder es lässt die rollos runterfahren, wenn die solarzelle nicht mehr genug licht empfängt; ein timer macht das licht an und aus usw. Wenn man jetzt vom hund absieht, sind es gegenstände die träger der menschlichen anwesenheit (die rollos und die leuchten, zb). In der tradition der modernen kunst, die kunst, die mit Duchamp anfängt, konnten sich alltagsgegenstände so gut durchsetzen, nicht so sehr, auf jeden fall nicht nur, aufgrund der thematisierung ihrer reproduzierbarkeit und "stofflichen" trivialität, sondern viel mehr aufgrund ihres spuren-charakters: alltagsgegenstände sind spuren (von biographien wie zivilisationen). [-> Helga Kämpf-Jansen, 1 oder 2 dinge, die ich von ihr weiss, in Gisela Ecker + Susanne Scholz (hg), 2000] [reaktives beispiel -> Jill Scott, Machine Dreams / partezipatives beispiel -> George Legrady, Pocket full of memory / + more ] Die automaten und die reaktiven systeme, die über kameras, sensoren, solarzellen, wagen, termometer, barometer etc ihre eingaben zum handeln sammeln, sind in der künstlerischen anwendung nicht nur, oder nicht so sehr, produkte der wissenschaft, sondern eher der angewandten ingeneurie, von einer ingeneurie, die von erwünschten funktionen ausgeht, wobei die erwünschten funktionen dem warenmarkt schon bekannt oder für ihn gadacht sind. Duchamp und der Flaschentrockner von 1914 : die faszination in diesem alltag=kunst-gegenstand besteht hauptsächlich in seiner funktion. Die ästhetik eines nicht-dekorativen objektes, das a) eine funktion besitzt und b) eventuell gut aussieht...
Geräte, die in warenhäusern oder im internet erworben werden können, und in kunstinstallationen eingebaut werden, besitzen eine ähnliche spuren-ästhetik. Es geht längst um kunst, die keine aura besitzen will (also nach Walter Benjamin keine ferne schafft), sondern sich als spur anbietet (also nähe vorzieht) (?). In der tradition der WUNDERKAMMER [vielweniger als der künstler das museum braucht, braucht das museum den künstler -> spinnwebzeit - die ebay vernetzung : eine ausstellung im museum für moderne kunst frankfurt]
COMPUTER-gestützte SIMULATIONEN: Die grundlage der computersimulationen ist die ZAHL. Die simulation durch zahlen hat ihre grundlage in der vorstellung, dass jedes objekt eine einzige unverwechselbare identität besitzt, das heisst dass jedes objekt abgrenzbar ist. Diese abgrenzbarkeit macht das objekt zählbar.Individualisierte, abgrenzbare objekte werden also als einheiten gedacht, die sortiert, abgezählt und gleichgesetzt werden können. Einheiten sind für das denken operierbar (-> Holling+Kempin, 2000). "Von den fluggesellscaften und den aufsichtsbehörden der luftfahrt werden die flugstunden im simulator den <<wirklichen>> flugstunden gleichgesetzt. (..) Mathematik bekommt hier eine neue qualität: sie ist nicht mehr das modell einer realität, sondern sie produziert realität, sinnliche erfahrungen." (-> Holling+Kempin, 2000) Die SIMULATION bleibt erstmal auf der seite der UMWELT, der zu erfahrenden UMSTÄNDE. [-> zum unterschied zw simulation und imitation s. Benjamin Wooley, 1994]
[ -> art.com, segelanweisung 2003 ] [-> SIMULATION zur VERMITTLUNG von CULTURAL HERITAGE, als erzählung und erforschung von kultur ]
SIMULATION des TERRORS: am 23. september 2005 fand in Mailand eine anti-terror-simulation statt: simulation von 2 bombenangriffen auf halbem weg zwischen bahnhof und flughafen. -> http://it.news.yahoo.com / www.rainews24.it / www.antenna3.it
Auch wenn die italienischen medien keine allzu radikale (grundsätzliche) kritik wiedergeben konnten bezüglich eines inszenierungsverfahrens, das fragliche effektivität mit fraglichem geschmack verbindet, nahmen sie vom vorbeilaufenden durchschnittsitaliener gerne den ausdruck einer gewissen perplexität auf: wie groß die großmanöver auch gemeint werden, wie professionell auch die schminke den verletzten simulanten aufgetragen wird, kann das fiktive das ausschlaggebende nicht durchdringen: den terror, die überraschung, die desorientierung, die unwissenheit bezüglich der hintergründe, den ablauf, vom dem man das ende nicht kennt. (nicht auf computer basierende) "soziale" simulationen sind in ausbildung, aufklärung, therapie ziemlich verbreitet. wenn man sie in einer verdichteten form betrachtet, fühlt man sich nicht ganz wohl: das schlimme ist dabei ihre funktionelle spezialisierung, die triviale vereinfachung des modelles, die die erweiterung der kontrollausübung in der simulierten wie in der realen situation erzielen soll. In der hinsicht stehen training, coaching, rollenspiel, simulation als erbe der initiationsrituale und -proben und sakramente ziemlich trist da, wie manchmal die wissenschaft und die "soziale" ingenierie auch ... [ zur simulation als ROLLENSPIEL -> Harum Farocki, Leben - BRD, 1990 -> 32 erprobungen von alltagsszenen: in krankenhäusern + schulen, behörden + versicherungen. Stets wird wirklichkeit simuliert... ] [ zur erfindung von fiktiven identitäten -> Lynn Hershman, Roberta Breitmore (1975-78) : produktion von beweisen einer fiktiven existenz : Roberta ist eine fiktive Person. Sie besteht als Kunstwerk vor allem aus ihrer Dokumentation. Fotografen wurden engagiert, um sie in bestimmten Situationen aufzunehmen. Mit diesem Werk treibt Hershman das Prinzip der Transformation von Kunst und Leben auf die Spitze: Es gab bei dieser Performance keine Zuschauer, nur die Akteurin, die zugleich Subjekt und Objekt der Darstellung ist. Somit wird die Trennung zwischen Werk, Künstler und Rezipient aufgehoben. ]
[ -> rollenspiel für kunstbetrachter -> Lynn Hershman, Dante Hotel (1972/73) : Hershman richtete ein Hotelzimmer ein mit zwei weiblichen Puppen, die in einem Bett liegen, Büchern, Kosmetikartikeln und Tonbändern. Die Besucher müssen sich bei der Rezeption einen Schlüssel holen. Mit dem Betreten des Raumes werden sie ungewollt zu Freiern, der im Bett liegenden Frauen. Sie sind Täter und Opfer zugleich. ] [ -> the double -> Lynn Hershman, Lady Luck, 1975 ] [ -> zur strategie der maskerade -> Cindy Sherman ]
MONITORING: "Das gerät, das man heute als MONITOR bezeichnet, verbindet wissen und macht und erzeugt seine eigene ordnung der sichtbarkeit. So kodiert ein bildschirm, der daten visualisiert, die realität entsprechend dem gebot der kontrolle. In dieser technischen bedeutung taucht der begriff des monitors in den 1930er jahren im englischen, in den 1940er jahren im deutschen auf. Seine etymologie verbindet den warnenden blick in die zukunft mit dem MONIEREN, dem bemängeln, und verweist, über das griechische ménos, auf eine maschine, die sich von selbst bewegt: den automaten." [-> Susanne Krasmann, in: Ulrich Bröckling et alii, 2004] erste anwendung: das RADAR profilierung: informationsgestützte RÜCKKOPPELUNG "Dem monitoring haftet etwas FIKTIVES an. Unter dem imperativ, fehlentwicklungen rechtzeitig zu identifizieren, wird die gegenwart permanent mit zukünftigen erwartungen, mit SPEKULATIONEN konfrontiert." [-> Susanne Krasmann, in: Ulrich Bröckling et alii, 2004] [ -> Richard Kriesche, Videoinstallation 1, 1973 : beim betreten der galerie müssen die besucherInnen an einer klingel läuten, welche einen impuls auslöst und eine videokamera einschaltet. Durch die installation je einer videokamera ausserhalb bzw innerhalb der galerie sehen sich die galeriebesucher gleichzeitig hineingehen und hereinkommen ]
AUTOMATEN / die abwesenheit (=entpersonalisierung) des subjektes: z.b. die installationen von MALACHI FARRELL
oder auch die installationen der neuseeländischen gruppe et al. http://www.etal.info
www.thefundamentalpractice.org www.creativenz.govt.nz/venice/2005/images www.art-newzealand.com/Issue110 www.realtimearts.net/rt63/rees_etal.html www.cacsa.org.au/cvap/2005/5_BS34_2/et_al.pdf
und auch
SPURENSICHERUNG: die kunst des MAPPINGs, z.b. : das MILKproject von Esther Polak www.milkproject.net "MILK ist ein künstlerisches Kartografie-Projekt, das mittels GPS (Global Positioning Systems)-Technologie die Möglichkeiten räumlich-zeitlicher Darstellung ausschöpft, indem die Milchproduktion mehrerer kleiner lettischer Milchfarmen und die Handelswege dieser Milch durch Europa visualisiert werden. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Künstlerin Esther Polak (NL) und der Forscherin Ieva Uzina (LV)." -> golden nica an der ars electronica 2005 oder NOWHERE von Ralf Baecker, eine fräsmaschine, die landschaften aus den daten der abfragen an die suchmaschine METAGER fräst. die attitude (der medienkunst) netzwerkartige beziehungen zu visualisieren (datenflüsse, rhizomeartige strukturen, dynamische identitäten..) versucht immer noch paradigmen in frage zu stellen, die strukturen der ordnung, des wissens und der macht ausmachen; gleichzeitig entwickeln diese selben strukturen ihre eigene attitude der spurensicherung weiter, so dass die beste strategie der hinterfragung nun mehr im verwischen der spuren, in datenentzug und -fälschung zu bestehen scheint. in der ära der passiven RFID-tags kann man sich darauf vorbereiten, sowohl die RFID-technologie in kunst-medialen experimenten einzusetzen, als auch anwendungen für eine entsprechende gegentechnologie zu entwickeln [-> RFID-Zapper der auf dem 22C3, 22nd chaos communication congress, in berlin vorgestellt wurde]; -> MAKE THINGS PRIVATE + unsichtbar machen -> gegen pervasives monitoring : big brother award ANWESENHEIT: 100 tage Anwesenheit in Kassel: Gottfried Bechtholds konzept für die Dokumenta 5, Kassel 1972, beruhte auf seiner ständiger präsenz während der grossausstellung. sein jeweiliger aufenthaltsplatz in Kassel wurde mehrmals täglich über die lautsprecheranlage im fridericianum bekanntgegeben. potentiell hatte jeder ausstellungsbesucher die möglichkeit, Bechtholds lokalisation zu überprüfen und mit ihm in kontakt zu treten.
Richard
Kriesche, Elektronik
Milieu, 1984
Anja
Kempe, Loser
Raum, 2002 ; programmierung Jochen Viehoff
Vito
Acconci, Proximity Piece, 1970 Vito Acconci, Transference Zone, 1972 [ anwesenheit in der galerie..]. In der gallerie sind eine art isolierungszimmer und ein wartezimmer eingerichtet. Im hauptausstellungsraum sind dokumente untergebraucht aus Acconcis lebensgeschichte (bezüglich der "prime people" aus seinem leben). Acconci selbst ist in diesem gedächtnisraum, der von innen verrigelt ist. Der besucher kann sich bei ihm anmelden und von ihm aufgenommen werden, so als wäre er/sie eine dieser "prime people": "the viewer might fall into my history, become the prime person".
SPURENSICHERUNG 2 / SUBJEKT = OBJEKT, oder die beobachtung des SELBST Sophie Calle, The Shadow (Der Schatten)
Vito Acconci, Following Piece, 1969
[ -> 'Following "The Man of the Crowd"' http://glowlab.blogs.com/following/2004/09/following_the_m.html ]
ÜBERWACHUNG / (anwesenheiten kontrollieren): a) überwachung braucht BEOBACHTUNG: hinter jeder kamera muss ein beobachter sein (eine kamera ist kein beobachter; ein computer eher; auch ein mensch muss "programmiert" werden, um hinter der kamera bzw vor dem monitor effektiv beobachten zu können..) .
Lynn Hershman, Room of One's own, 1993, interactive peepshow
>>mehr (monitor/kamera-systeme)
b) überwachung als soziales modell + überwachungswiderstand: überwachung ist eine typische praxis der DISZIPLINARgesellschaft (im sinne Foucault). Visualisierung, thematisierung, zur-schau-stellung der überwachung präsentieren sich als formen eines politischen widerstandes: es sind akte der sabotage, in dem sie mindestens gegen ein grundlegendes kriterium der DISZIPLINEN arbeiten, und zwar gegen die minimierung der politischen kosten der machtausübung (laut Foucault: diskretion, geringes aufsehen, relative unsichtbarkeit, erregung von möglichst wenig widerstand).
Timm Ulrichs, Schuss und Gegenschuss (eine Wegbeschreibung), 1970/93 (2 videofilme je 61 Min.)
BOGOMIR
ECKER, Vedere
[das, was sich bündeln lässt], Skulpturenensemble, 01.07.2000
- 31.08.2001 c) die "demokratisierung" der überwachung: eine praxis für alle (companies, kreditinstitute, warenhäuser, privathäuser..). nicht nur der staat hat ein recht auf sicherheit, kontrolle, prävention, abschreckung. dezentralisierte systeme setzen die gleichen mittel ein wie die politische zentralmacht. die darausfolgende vervielfältigung und verdichtung der mittel zum monitoring ist es, was die globale kontrolle erst recht möglich macht (ähnlich ist es mit dem zugang zu personaldaten..) [ -> anti-überwachung-produkte http://www.privatronics.com/ ] d) die simulierte überwachung: der einsatz von DUMMIES.
AKUSTISCHE ÜBERWACHUNG: Bogomir Ecker, Dieses Bild nun wird immerzu reden, 1988/89 [-> Dörte Zbikowski, The Listening Ear: Phenomena of Acoustic Surveillance, in: T. Y. Levin, U. Frohne and P. Weibel, 2002] [-> Francis Ford Coppola, The conversation, 1974]
EMAIL ÜBERWACHUNG: http://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail-Überwachung [-> Inke Arns über überwachung im netzwerk in: Netzkulturen, 2002]
SATELLITARES MONITORING: -> google earth (die "totale visuelle verfügbarkeit der welt") und MSN Virtual Earth und terravision ->
das neueste in der satellitaren verfolgung: www.trackstic*.com/
TELEKOMMUNIKATION / (anwesenheit erweitern): "In der galerie ist ein TV-gerät installiert, das einen mann zeigt, der in einem strassengraben liegt. der besucher glaubt, dass es sich dabei um ein eingespieltes band handelt. er realisiert nicht, dass der künstler nicht weit entfernt tatsächlich in einem strassengraben liegt und das stück eine übertragung darstellt. vielleicht sieht der besucher zufällig nach dem verlassen der galerie die wirkliche situation." [ -> PETER WEIBEL, Situation I, Kunstforum Bonn, 1974; zit. in: Re-PLAY 2000] [ -> DAN GRAHAM, Opposing mirrors and video monitors on time delay, 1974 + Two viewing rooms, 1975, in werke 1965-2000, kunsthalle düsseldorf 2003, s. video der Generali Foundation: D.G. Video/Architecture/Performance, 1995 ] [ -> DAN GRAHAM, Time Delay Room, 1974 + Present Continuous Past(s), 1974 ] [ -> DAN GRAHAM , Performer/Audience/Mirror, 1977 , Ein Performer steht dem Publikum zugewandt. Hinter dem Performer bedeckt ein Spiegel die Rückwand (parallel zur Vorderansicht des sitzenden Publikums), der die Zuschauer widerspiegelt. ] In der sogenannten medienkunst hat die simulation der anwesenheit oft mit einer mediengerechten haltung (der künstler/innen) zu tun. Mediengläubige, heisst es, vergessen sich selbst, und gehen davon aus, dass das medium alles leisten muss, der künstler nichts. schon man ray empfohl eine gewisse verachtung dem eigenen medium gegenüber, und Douglas Davis versuchte bei einer sateliten-tv-übertragung die bildschirmscheibe durchzuschlagen.. [ -> DOUGLAS DAVIS und die satellitenübertragungen: Seven Thoughts am 20.12.1976 + The last nine minutes am 24.6.1977]
[ -> Gottfried Bechtold/Richard Kriesche, Stille elektronische Post ] [ -> Eduardo Kac über die kunst der TELEPRÄSENZ und die Ästhetik der Telekommunikation ] Galloway,
Kit +Rabinowitz, Sherrie, »Hole in Space«
SENSORIK / (anwesenheit spüren+abmessen):
[ -> Lynn Hershman, Paranoid Mirror, 1995-96 : sensor-driven environment ]
http://accad.osu.edu/~rinaldo/works/flock/flock.html http://accad.osu.edu/~rinaldo/works/flock/theflock.html
Stedman
Nicolas, The
Blanket Project
Emmanuel
Munguia Tapia, Stephen Intille, Kent Larson, Pallavi Kaushik , Recognizing
Activities of Daily Living in the Home Setting using Ubiquitous Sensors
Stephen
Intille, Ling Bao, John Rondoni, Joyce Ho, Context-Aware
Experience Sampling Louis
Lopez, Emmanuel Munguia Tapia, Stephen Intille, Randy Rockinson , MITes+:
Portable Wireless Sensors for Studying Behavior in Natural Settings
MUSTERERKENNUNG / (social) pattern recognition : -> das sensible tracking von Myron Krueger: METAPLAY -> VIDEOPLACE -> game-anwendungen von camera-tracking: z.B. (t)error von Robert Praxmarer, bodymover von art+com -> die antispam-vision http://www.see-free.com/ -> ein kommunikativer spiegel: Alter Ego von Alexa Wright + Alf Linney
FERNSTEUERUNG:
Lynn Hershman, Deep Contact, 1984/89 : touchscreen-unterstützte dramaturgie
Will Pappenheimer, Breathe On Me (2005) [ -> http://www.willpap-projects.com/Breathe_On_Me/BreatheOnMeMain.html ]
PROTHESEN:
NEC Corporation, R 100, serviceroboter, 1997/99 NEC Corporation, PaPeRo, serviceroboter, 1999/2001 Telerob, tEODor, minenentschärfungsroboter, 2000 -> DISTANZ BRINGT SICHERHEIT imt robot AG, Ulixes, würstchensortierer, 2000 URS Ortho GmbH & co., CASPAR, OP-roboter, 2001 Pro Kasro Mechatronik GmbH, DN200-800, Röhreninspektor, 2001 Nikolaus Passath, Kurt, tätovierungsroboter, 2002 [-> ars electronica 2005] ROBOCUP, By the year 2050, develop a team of fully autonomous humanoid robots that can win against the human world soccer champion team [project running since 1997] Alexandre Colot (K-team), Kamel, roboter jockey für kamele, 2005 [ http://sabbah.biz / www.bookofjoe.com / http://news.com.com ]
LITERATUR: Susanne
Anna (hg), EX machina eine geschichte des roboters von 1950 bis heute,
museum für angewandte kunst köln, 2002 Sabine
Breitwieser (hg), Occupying Space / Sammlung Generali Foundation, 2005
Ulrich
Bröckling et alii, Glossar der Gegenwart, 2004 Michel
Foucault, Überwachen und Strafen, (orig. 1975) Eduardo
Kac, Telepresence Art,
Originally published in English and German in Teleskulptur, Richard Kriesche,
Editor (Graz, Austria: Kulturdata, 1993), pp. 48-72. Translation revised
by Göetz Greiner Peter
Krieg, Die paranoide Maschine / Computer zwischen Wahn und Sinn, 2005
Dieter
Mersch, Ereignis und Aura, radikale trasformation der kunst vom werkhaften
zum performativen, in: kunstforum international bd. 152, 2000 PARACHUTE, no. 119 : Extra Human - AI, 07/08/09-2005 John
Rajchman, Foucaults kunst des sehens, in: Texte zur Kunst, ?jahr? V2_Nai
Publishers, aRT & D : research and development in art, 2005
filmografie: AUGE/MASCHINE
II von Harun Farocki, 2002
LINKS zu ausstellungen 05-06: PubliCity - Constructing the Truth oder: wie entsteht das, was wir als wahr empfinden kunst und ebay : http://www.mmk-frankfurt.de kunst und spiel : http://www.adk.de kunst und spiel : http://museen.aachen.de panamarenko : http://www.fine-arts-museum.be transmediale 06 : http://www.transmediale.de
weitere LINKS: http://www.kunstradio.at/REPLAY http://www.aec.at/de/festival2005 http://hosting.zkm.de/ctrlspace/ http://www.0100101110101101.org/ http://Urban & Adventurous Artists.html
kontakt: susanna schoenberg susasch@khm.de pho: cologne/ 20189 144 (mo bis mitt 10 bis 14 h)
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