Grundidee
Vielseitigkeit als Ausbildungskonzept für Kunst- wie Filmschaffende
Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) und ihr Diplomstudiengang
„Mediale Künste“
Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) wurde im Jahr 1990 eröffnet. Sie bietet seitdem ein in Deutschland einmaliges Ausbildungskonzept an, das die Bereiche Film, Kunst und Wissenschaft in einem Diplomstudiengang mit dem Titel Mediale Künste (seit SS 2011, davor Audiovisuelle Medien) verbindet. Die KHM ist somit eine Kunsthochschule, die ihren Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit den Medien sucht, und sie ist eine Filmhochschule, die vor allem vom künstlerischen Bewegtbild ausgeht.
Die Lehre fördert daher die nachbarschaftliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Künsten, die auf ein breites Wissen von Handwerk und künstlerischen Disziplinen zielt. Das dreisemestrige Grundstudium vermittelt zunächst allgemeine Grundlagen in Theorie und künstlerischer Praxis. Das Hauptstudium wie auch das Zusatz- und Weiterbildungsstudium konzentrieren sich auf die individuelle Spezialisierung in den künstlerischen Schwerpunkten, die z.B. sein können: Fotografie, Spiel-, Dokumentar-, Experimentalfilm, Kamera, Regie, Drehbuch, Animation, Video- und Lichtkunst, mediales Design, mediale Szenografie, experimentelle Informatik, Sound und Klang, Skulptur, Kunst im öffentlichen Raum.
Flankiert wird das praxisnahe Studieren von theoretischen Seminaren und Vorlesungen, etwa zur Ästhetik und Geschichte der Maschinen, der Künste und der Medien. Die studentische Arbeit findet in den Ateliers, Studios und Laboren der KHM statt, die über eine qualitativ hochwertige, der Vielfalt der Lehrgebiete und den medialen Entwicklungen folgende technische Ausstattung verfügen.
Seit 2004 ist an der KHM die Promotion zum „Dr. Phil“ möglich. Seit 2009 gibt es zudem das Promotionsstudium "Artefakte“ mit dem Ziel, Forschungsansätze zu fördern, die von der künstlerischen und medialen Praxis ausgehend exponierte neuartige Fragestellungen verfolgen.
Die KHM hat im Jahresdurchschnitt 360 Studierende, die von einem internationalen Professoren- und Mitarbeiterteam sowie einem Netzwerk aus Fellows und Gastdozenten betreut werden. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Hochschulen sowie kulturellen Institutionen, Festivals, Ausstellungsmachern sowie der Medien- und Filmwirtschaft unterstützt die Ausbildung. Sie bereitet zudem den Boden für jene Netzwerke und Tätigkeiten, in denen die Studierenden nach dem Diplom im weiten Feld zwischen Kunst und Medien arbeiten. Das Spektrum reicht hier von durchaus erfolgreichen Filmregisseuren/innen, Kameramännern/frauen, Drehbuchautoren/innen über frei wie im Kollektiv schaffende Künstler/innen, Programmierer/innen, Gestalter/innen und Produzenten/innen.
Öffentliche Veranstaltungen wie die Filmreihe „Best of KHM“ mit den Debütfilmen von Absolvent/innen der KHM, die Konzertreihe „Nocturnes“ mit Gästen oder Produktionen des Klanglabors, verschiedene Vortragsreihen oder das Programm im Ausstellungsraum „glasmoog“ stellen die jeweils aktuellen Produktionen an der KHM in den Kölner wie auch nationalen oder internationalen Kontext. Jährlich zum Ende des Sommersemesters öffnet die Kunsthochschule allen Interessierten ihre Türen zu ihrem „Rundgang“; immer im April nimmt sie mit einer Auswahl von Studierenden an der Art Cologne teil, jährlich im Oktober veranstaltet sie das „Showcase“, eine Präsentation der aktuellen Filmproduktionen und Drehbücher für die Branche; jährlich im November präsentiert die KHM zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) den internationalen Nachwuchswettbewerb "kurzundschön" mit den Kategorien Werbefilm, Motion Design, Kurzfilm, Mobile Miniaturen, WDR Sonderkategorie, Avid Sonderpreis für das beste Editing und den Choices-Preis für einen KHM-Film. Studierende zeigen außerdem in den nächsten zwei Jahren im „Echoraum“ parallel zu den Ausstellungen der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn „Arbeiten aus dem Medienlabor“. Zudem organisiert das Festivalbüro der KHM die vielfältige Teilnahme von Studenten-Filmen an Festivals: etwa am Max-Ophüls-Festival, Trickfilmfestival in Stuttgart, an den Kurzfilmtagen in Oberhausen, den Hofer Filmtagen, der Berlinale oder vielen Studentenfestivals.






