Das Gegenüber

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Filippa Bauer

Charme Chulo

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Grands

Silent World

Silent World
Thorsten Kleinschmidt



René Kemp: "Whitey", 2009

Benjamin Tillig: „Ölpreis vs. Actionheroes I“, 2011

ART COLOGNE: „People Tell Me I’m White and I Believe Them“

Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von 27 jungen Künstlern der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) auf der 45. ART COLOGNE

Eröffnung: Dienstag, 12. April, 17-21 Uhr,
Ausstellungsdauer: 13. bis 17. April, 12- 20 Uhr, (So bis 18 Uhr)
Eingang Süd, Passage 3/11,
Koelnmesse Deutz

Pressemeldung / press release
Deutsch
English

Die Künstler 2011 im Überblick: Mia Boysen / Felix Contzen / Allan Gretzki / Philipp Hamann / Akiro Hellgardt / Jan Hoeft / Changje Hong / Johannes Jensen / Philip Jaan / René Kemp / Polina Kluss / Alwin Lay / Jisun Lee & Catrin Mackowski / Steffi Lindner / Henning Frederik Malz / Lukas Marxt / Heidi Pfohl / Nina Poppe / Carolina Redondo / Daniela Risch / Andreas Schneider / Sebastian Thewes / Benjamin Tillig / Andrey Ustinov / Katharina Urbaniak / Nico Weber.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Boris Becker (Vertretungsprofessor für Künstlerische Fotografie), Heike Ander (Kuratorin), Andreas Hirsch (Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter), Bernd Voss (Produktion).

Seit 1997 ist die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) jährlich mit einer Ausstellung auf der ART COLOGNE (13.-17. April 2011) zu Gast. In diesem Jahr präsentiert die KHM die Ausstellung „People Tell Me I’m White and I Believe Them“ mit Arbeiten von 27 jungen Künstlern, wobei der Ausstellungstitel einer Arbeit von René Kemp („Whitey“, 2009) entlehnt ist. Er bezieht sich auf ein Wortspiel, das der US-amerikanische Satiriker Stephen Colbert in seiner Sendung „The Colbert Report“ mit wechselnden Pointen einsetzt. Markiert wird damit eine Umkehrung der vorherrschenden Logik, ein Twist in der Perspektive. Welche Begründungen lassen wir in einer gesellschaftlichen Landschaft gelten, die oftmals von einer fast schon potenzierten Naivität geprägt ist?

Die ausgestellten Arbeiten, die aus knapp 70 Einreichungen ausgewählt wurden, verbindet ein Interesse an teils sehr subtilen, ironischen bis poetischen Wahrnehmungsverschiebungen im Hinblick auf gesellschaftliche Strukturen, Marktmechanismen und mediale Veränderungen: „JENSENs SKULPTUREN FABRIK“ beispielsweise automatisiert den künstlerischen Arbeitsprozess und produziert in Serie abstrakte Skulpturen aus Styropor (Johannes Jensen, 2010). Die Fotoarbeit „885 €“ (2011) von Felix Contzen setzt Bildgegenstand, Produktionskosten und Verkaufswert in Bezug und bildet Eurobanknoten im Wert von 885 EUR ab – jenem Betrag, der, wie zwei Originalquittungen belegen, für die Rahmen der sieben gezeigten Fotografien aufgewendet wurde. Der hypothetische Verkaufspreis beträgt wiederum 885 EUR, womit das Ganze sich als Nullsummenspiel herausstellt.

Wirtschaftliche und machtrhetorische Repräsentationsstrategien werden in der Performance „Ölpreis vs. Actionheroes I“ (2011) von Benjamin Tillig thematisiert. Die 16mm Filminstallation zeigt eine performative Inszenierung – Spektakel im Debord’schen Sinn und Collage einer spektakulären Welt. Zu sehen ist der Künstler selbst, der nach einem kurzen Anlauf zu Fuß von einer
4 m hohen Rampe, wie sie bei Motocross-Shows eingesetzt werden, in einen darunter stehenden Porsche 911 Cabriolet springt.

In Carolina Redondos Videoinstallation „I Bridge“ dient Architektur zugleich als Konstruktionsrahmen des Bildes und als Protagonistin der Erkenntnis. Redondos performativer Akt der zunehmenden Durchdringung einer Membran beschreibt das wechselseitige Zusammenwirken von Körper, Texturen des Verschleierns und urbaner Landschaft.
Die Fotoarbeit „ASN (analogue social network)“ (2010) von Heidi Pfohl bildet ein analoges, soziales Netzwerk als inszenierten Raum ab: Handschriftlich auf Zetteln hinterlassene Telefonnummern realer Personen, von Freunden und Freundes Freunden, die die Künstlerin über mehrere Monate ihrem persönlichen – räumlichen – Netzwerk hinzugefügt/„ge-added“ hat, hinterfragen den Stellenwert von Freundschaften im Zeitalter des Web 2.0. Neben Facebook zählt auch YouTube zu den zentralen, gegenwärtigen Social Media-Plattformen und bildet ein Forum, in dem registrierte Nutzer eigene Videoinhalte einstellen und somit eigene „Fernseh-Kanäle“ programmieren können.
Andreas Schneider untersucht in seinem Found-Footagefilm „Eight Characters and Two Syllables“ (2011) die Unterschiede in der Selbstinszenierung von YouTube-Usern, aber auch die Regeln, welche die digitale Community beherrschen. Entstanden ist eine „Online-Feldstudie“ über ein Alltagsmedium, das jedem/jeder eine öffentliche Plattform bietet.
Weg von der digitalen Welt hinein in den analogen, realen Alltag und zu einer aufgrund der aktuellen Ereignisse in Japan umso eindrücklicheren Fotoserie von Nina Poppe: „Ama“ (2010). „Ama-San“ werden in ganz Japan liebevoll jene Frauen genannt, die – wie in die Reife gekommene Meerjungfrauen mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren – ihren Lebensunterhalt mit dem Tauchen nach Seeohren, einer Gattung großer Schnecken mit perlmuttreicher Muschelschale, bestreiten.

Weitere ausgestellte Arbeiten (Stand März 2011) sind:
– Fotomontagen von Mia Boysen, „Gebäude 1“, 2011
– Fensterinstallation von Allan Gretzki, „X Formation“, 2011
– Performance von Philipp Hamann
– Objekt mit Sound von Akiro Hellgardt, „o.T.(Pflanze)“, 2011
– 96-seitiges Heft zum Mitnehmen von Jan Hoeft, „Forderung“, 2010
– Fotografien von Changje Hong aus der Serie „View the scenes“, 2009
– Rauminstallation von Philip Jaan, „Limbus“, 2011
– Fotografien von Polina Kluss aus der Serie „Portraits“, 2011
– ortsbezogene fotografische Arbeit von Alwin Lay
– typografische Rauminstallation von Jisun Lee & Catrin Mackowski, „White Elephant“, 2011
– Rauminstallation von Steffi Lindner, „Falter“, 2011
– Videoinstallation von Henning Frederik Malz, „Out of Something“, 2010
– Objekt von Lukas Marxt / Videoloop von Daniela Risch, „Heaven“, 2011
– 8-Kanal-Audioinstallation von Sebastian Thewes, „inverted trigger“, 2011
– Installation auf der Piazza von Andrey Ustinov
– Inkjetdrucke von Katharina Urbaniak aus der Serie „Albus“, 2010
– Leuchtkasten von Nico Weber, „Les Vacances“, 2010.

 

 

 

Das Gegenüber
Filippa Bauer

 

Charme Chulo
Grands

 

Silent World
Thorsten Kleinschmidt

 

Trauerkantate in 6 Arien
Pia Hellenthal u.a.

 

Warehouse
Jakob Weiss

 

Renovation
Igor Novic

 

Ella and the Night
Robert Windisch u.a.

 

The Cockroach
Stephan Ganoff

 

Brüder
Türker Süer

 

Sterben nicht vorgesehen
Matthias Stoll

 

Out Off
Janis Mazuch

 

Moirai
Jasper Diekamp u.a.

 

2011

 

Bubbely Big Top
Tessa Langhans

 

IN A LONELY PLACE
Julian Rauter

 

wait.
Céline Berger

 

I Break Down In Shopping Street
Milan Pawlowski

 

Sind wir schon da
Charlotte Krauss

 

EnTroPI
Jan Goldfuß

 

Analog/Digital Diffusion (motion-scan)
Jens Standke

 

Anomalies
Diana Menestrey

 

[aɪ]
Matthias Conrady

 

The Outcasts
Laura Solbach

 

View the scenes: Killingfield
Changje Hong

 

The way home seems far away
Jisun Lee

 

Gradually
Benjamin Ramírez Pérez

 

Offenes Atelier: Mary Bauermeister
Katarina Stanković

 

Parallelen zu einem Krieg
Soso Dumbadze

 

ELBA
Pia Schauenburg

 

Über Erzähler
Philipp Hamann

 

Fungifiction 2006-2111
Tine Tillmann

 

Guns'n'Love
Lena Ditte Nissen

 

I Bridge
Carolina Redondo

 

white lines shooting by, on the pavement like the sky
Heidi Pfohl

 

Neujahr
Pyotr Magnus Nedov

 

Portraits - Jugendliche in Köln und Istanbul
Lisa Drewes

 

The Wasteland 2011
Patrick Janney

 

Make it Mine
Johanna Reich

 

Spaceman Bob
Matthias Stümpke

 

Revolving time keys
Daphné Keramidas

 

Austerlitz
Michael König u.a.

 

Melencolia
Jakob Beurle u.a.

 

Philomena
Ellen Meder

 

The poacher woman of the Montafon
Evamaria Schaller

 

Average
Isabel Prahl

 

Das ganze Stadion
Felix Grimm

 

Bleizeichen
Tamer Jandali

 

Salt
Florian Michaelsen

 

Up and Down the Horizon
Sabrina Sarabi

 

Genesis 2.0
Andreas Wecker

 

Ballspiele
Lilli Tautfest

 

Three pigs
Ida Clay

 

Eight Characters and Two Syllables
Andreas Schneider

 

Erinnern heißt Vergessen
Henning Röhrborn

 

Hey Toney - Wherever I Lay My Hat
Julian Schleef u.a.

 

A moment
Nicolas Berse

 

spielekammer
Lukas Hielscher u.a.

 

Herr Schmidt
Benjamin Chimoy

 

Soapland
Daniel Brandt

 

No Quick Fix
Stephan Bergmann

 

Repeat After Me
Maribel Chavez

 

Ganoven
Pia Hellenthal u.a.

 

Eskapop
Géraldine Rod

 

Ver-bindung
Rikisaburo Sato

 

Vergangenheit Gegenwart Zukunft eins
Ellen Meder

 

Is it me who you want to film?
Ilana Paterman Brasil

 

Ein Schuh geht barfuß
Jie Lu

 

885 €
Felix Contzen

 

corpus apertus
Tobias Daemgen

 

solid light
Lyoudmila Milanova

 

A War Film Without War Images - Six Chapters On Georgian Nationalism
Soso Dumbadze

 

Ton Band Maschine
Heidi Pfohl u.a.

 

Endland
Milan Pawlowski

 

MiezenMittenMang
René Thunack

 

/ ʃ /
Sunjha Kim

 

Südsee
Dagmar Ege

 

Der destruktive Charakter
Artur Holling

 

Satt & Glücklich
Jan Patrick Arbeiter

 

Subroutin TV
Julian Scherer

 

The Sweetness of Mother’s Hair
Jana Debus

 

Dislocated Headquarters (Installation), The Glass Line (Publikation)
Nicolas Pelzer

 

Hohenpeißenberg
Fabian Driehorst u.a.

 

While They Were Sleeping
Anya Bade

 

Kidnapped
Sarah Winkenstette

 

expanded view
Hyung-Jun Park

 

I did not choose me
Hyung-Jun Park

 

Hotel Uschi
Kerstin Neuwirth

 

Lua Verde
Simon Paetau

 

Armadingen
Philipp Käßbohrer u.a.

 

Die Mühen der Ebene
Gesa Hollerbach u.a.

 

Unter den Händen
Jan Paul Bachmann

 

Belly button
Pauline Flory

 

Wunder Punkt
Richard Gregor Brzozowski

 

Mila Caos
Simon Paetau

 

Zima
Katarina Stanković

 

Galileo's moons
Quimu Casalprim i Suárez

 

Elli & Richard
Julia Bossert

 

Paulina
Lynn Kossler

 

Growth
Florian Heinzen-Ziob

 

Sag mal Pilz!
Silke Albrecht

 

Next Tenant
Marc Metzger

 

Louisa
Katharina Pethke

 

Die Könige der Straße
Daniel Rakete Siegel

 

KERN
Nicole Wegner

 

Lady Macht
Tama Tobias Macht

 

Turkish Kraut
Anna Hepp

 

2010

 

Piñata
Martell

 

Die Zeichen Für Uns
Julian Rauter

 

Nocturne
Julian Rauter

 

Interiors
Charlotte Krauss

 

Happiness beta
Wonbaek Shin

 

Vertontes Animatic „Spaceman Bob“
Matthias Stümpke

 

Vibrating black
Jisun Lee

 

tunnel
Vera Drebusch

 

Fun in the sun ohne fun family
Jennifer Marre

 

Reise. Im Sommer
Philipp Hamann

 

Approches
Daphné Keramidas

 

Le t-shirt dans tous ses états
Daphné Keramidas

 

Release
Céline Berger

 

values
Céline Berger